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Dieses Thema hat 49 Antworten
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 Erziehung
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Odin ( gelöscht )
Beiträge:

03.06.2009 21:03
Verhaltensprobleme Zitat · antworten

Hallo,
ich habe einen 18 Monate alten Maremmen Setter Mix und wir haben seit ein paar Monaten Verhaltensprobleme.
Hauptsächlich hier in unserem Dorf. Odin macht Leute an indem her hinspringt,knurrt und der Mensch echt panik bekommt. Das gleiche macht er bei Radfahrrern, Joggern und anderen Rüden.In einer anderen Umgebung nicht. Territorialverhalten- gibt es Lösungen?? Nachdem ich aus dem Sportverein ausgetreten bin da dort der Leinenruck praktiziert wurde haben wir eine Hundetrainerin. Diese praktiziert jedoch auch den Leinenruck worauf ich ihr absagte. Gerade hatten wir noch ein Telefonat wo sie mir sagte dass ich Odin unterbrechen muss und ihm die Alternative biete aufmerksam neben mir zu gehen.Da ich aber echte Probleme habe mit diesem blöden Ruck sagte ich ihr ich werde nochmal über alles nachdenken. Bin dann eben noch mit Odin raus und was macht er- wieder sein unmögliches Verhalten führt sich auf wie ein wildgewordener Wolf. Odin ist hier im Dorf sowiso schon der böse große weiße Hund. Ich weiß mir bald keinen Rat mehr. Warum macht er das??? Aus Unsicherheit? Aus Respektlosigkeit?? Ist der Leinenruck wirklich die Lösung?? Über eine Antwort gerade auch wegen dem Ruck wäre ich sehr sehr dankbar. Kann ich ihn ausüben ohne das Vertrauen zu zerstören bekommt er keinen Schaden ??
Ich danke Euch jetzt schon mal.
Liebe Gruß

irene Offline



Beiträge: 190

03.06.2009 22:31
#2 RE: Verhaltensprobleme Zitat · antworten

Hallo Odins Frauchen,
ich weiß genau wovon Du redest,es ist manchmal zum verzweifeln mit den Rabauken.Auch ich habe am Anfang unserer Mensch/Hund beziehung jegliche Form von Gewalt abgelehnt.Und der Leinenruck gehörte für mich auch schon zu Gewalt.Als das verhalten von Tessa meiner Maremanohündin ,sich aber nicht änderte,sondern immer schlimmer wurde je älter sie wurde,blieb mir nichts anderes mehr übrig als umzudenken,oder ich hätte meinen geliebten Hund auf die Dauer nicht behalten können.So ein Leinenruck zur richtigen Zeit verursacht bei dem Hund ganz sicher keinen emotionalen Schock.Als ich das bei unserer Tessa vor einigen Wochen zum ersten Mal ensthaft durchgeführt habe(nach
Anleitung vom Hundetrainer)hat sich ihrVerhalten sehr zum Positiven verändert.Ich hatte keine Lust mehr mir noch länger auf der Nase herumtanzen zu lassen.Du kannst ja mal meine Beiträge hier im Forum lesen,dann weißt Du wovon ich rede.Allerdings bin ich mit ihr auch noch lange nicht über den Berg.Sie läßt immer noch niemanden freiwillig in unser Haus,und wenn ich sie beim Spazierengehen von der Leine machen würde wäre sie auch weg,wennsie einen Jogger sieht.Seit mir das einmal pasiert ist,laufen wir beide nur noch mit der Feldleine,solange bis ich mitder Hilfe der Hundeschule meines Vertrauens das Abrufen unter Ablenkung im Griff habe.Wenn ich morgens um5 mit ihr in einsamer Gegent spazierengehe und sie mal von der Leine mache um zu üben,dann kommt sie sofort wenn ich sie rufe,nur davon hab ich ja nichts im normalen täglichen Leben.
Ich kann mit ihr im Dorf spazieren gehen nd mich auch mit den Leuten unterhalten,sie müssen nur einen gewissen Abstand von mir halten.Tessa liegt dann ganz entspannt im Platz und läßt mich quatschen.
Ich bin ja sehr froh das wir mit Tessa Maulkorbtraining gemacht haben,sie akzeptiert ihn mittlerweile ganz gut,und für gewisse Situationen sind die Teile wirklich sehr gut.Ich bin davon überzeugt das der Hund sich nicht sehr viel daraus macht so ein Teil zu tragen,sondern das es meist die Besitzer sind die sich schämen wenn sie mit ihren Hunden so gesehen werden.Bisher hatte Tessa in der Öffentlichkeit zwar noch keinen Maulkorb an,aber wenn es sein müßte häte ich amit auch kein Problem.Mein Hund geht mir über alles,und blöde Blicke interesieren mich nicht.Wir mußten damals mit dem Maulkorbtraining anfangen,weil Tessa keinen Trainer zur Einzelstunde in unser Haus lassen wollte.Wir sind sogar schon soweit das wir Tessa ein Kettenhalsband anziehn,damit sie den Leinenruck auch spürt,den wenn ich rucke,macht sie sich gar nichts draus.Glaub mir es tut mir mehr weh als dem Hund,aber es muß sein.Tessa ist noch genauso lieb und verschmusst mit uns wie eh und je.Sie hat durch meine Aktionen keinen Schaden erlitten,wenn das andere drumherum stimmt,glaube ich auch nicht das sowas passieren kann.Ich würde auf die Hundetrainerin hören,auch wenns schwerfällt.Ich tus mittlerweile auch.
Liebe Grüße und viel Erfolg Irene

Odin ( gelöscht )
Beiträge:

04.06.2009 07:53
#3 RE: Verhaltensprobleme Zitat · antworten

Hallo Irene,
erstmal lieben Dank für deine schnelle Antwort. Ja ich glaube du verstehst mich wirklich, denn was ich so lese zeigt mir dass du es genauso siehst wie ich. Ich habe auch immer Angst dem Odin weh zu tun. Er ist ja ein lieber wenn er sich nicht aufspielt.Gehe genau wie du am frühen Morgen einsam und allein und spät abends- alles ist dann o.k. Bin ich mit ihm z.b. mal in der Stadt wo wirklich viele Menschen sind u.s.w. macht er garnichts am Anfang ist er etwas nervös aber er macht keinen an NUR HIER IM DORF UND DIE LEUTE REDEN UND REDEN. Vielleicht versuch ich es mit der Trainerin weiter möchte den Lump ja nicht irgenwann hergeben müssen.Dachte wirklich es gebe eine andere Möglichkeit so z.b. wie der Martin Rütter arbeitet. Hab ihn noch nie mit Leinenruck arbeiten sehen. Werde mich weiterhin mal melden um zu berichten.
Lieben Gruß
Odin und Silvia

irene Offline



Beiträge: 190

04.06.2009 08:26
#4 RE: Verhaltensprobleme Zitat · antworten

Hallo Silvia,
das Buch von Martin Rüter war eines der ersten das ich mir gekauft hatte,auch habe ich mir des öfteren seine Sendungen angeschaut,aber mal ehrlich:da geht es doch nur um Peanuts,richtige Probleme hab ich ihn noch nicht lösen sehen.Und die Hunde mit denen er sich im Fernsehn zeigt haben auch nicht das Kalieber von unseren.Da bist Du mit Günther Bloch weitaus besser bedient.Die Pizza Hunde ist unter anderem ein sehr gutes Buch.Ich hatte mich übrigens mal bei Vox beworben,damit Martin Rütter auch mal zu Tessa nach Hause kommt,das wäre dann mal eine richtig interessante Sendung geworden.Leider hat der Sender seine Chance nicht wahrgenommen[wink].
Liebe Grüße Irene

Christa ( gelöscht )
Beiträge:

04.06.2009 08:40
#5 RE: Verhaltensprobleme Zitat · antworten

hallo silvia,

ich hatte auch sehr viele probleme mit leo (die gleichen wie du und irene und viele andere auch), ich habe nie mit leinen ruck gearbeitet bei leo.
dieses lehne ich auch ab. ich arbeite über kommunikation mit den hund (körpersprache) und clicker. es gibt viele wege einen hund zu erziehen.
ketten- und stachelhalsband und andere bedenkliche maßnahmen gehören nicht zu meiner arbeit. ein halti kann auch eine ganz gute hilfe sein.
ihr solltet eure position dem hund gegenüber noch mal überdenken. geduld und durchsetzungsvermögen sind oft die besseren alternativen, als das rucken an der leine. wenn bei mir in der hundeschule, einer an der leine ruckt, mache ich dieses auch bei ihn, kommt immer ganz gut an und sie lernen ganz schnell das es weh tut und vor allem ein stak zwang ist. überlegt mal was da mit der halswirbelsäule und den kehlkopf pasiert.
wenn hunde an der leine ziehn und aggresionen haben kann auch die möglichkeit bestehen das sie keine luft mehr bekommen (angst vor ersticken) und aus diesen gründen das zeigen was sie zeigen.......

gruß christa

Odin ( gelöscht )
Beiträge:

04.06.2009 08:41
#6 RE: Verhaltensprobleme Zitat · antworten

Hallo Irene,
mein Mann sagt das gleiche wie du. Gunther Bloch hab ich auch der Wolf im Hundepelz ist ganz gut.Ja ich hoffe dass ich noch alles in den Griff bekommen werde. Habe auch hier in der Umgebung nicht viel Auswahl an Trainern oder Hundeschulen. Kommen aus Wesel/Hamminkeln. Werd versuchen nicht verrückt zu werden (grins)
LG
Silvia

irene Offline



Beiträge: 190

04.06.2009 09:10
#7 RE: Verhaltensprobleme Zitat · antworten

Hallo Christa,
wenn meine Tessa MIR einen Leinenruck verpasst,wenn sie zum Beispiel eine Katze sieht,fragt Sie nicht nach meinem Armgelenk und auch nach sonst nichts.Vor zwei Wochen hat sie Abends meinen Mann umgeschmissen der frisch am Knie operiert wurde.Das sind alles Sachen die ich nicht länger bereit bin zu Akzeptieren.Ich nehme beim Leinenruck noch Rücksicht auf meinen Hund,leider kann ich das gleiche von ihm nicht immer behaupten.Das Kettenhalsband hängt ganz locker an Tessas Hals und wenn sie nicht zu stark zieht bleibt es ja auch locker,wenn sie stark zieht wird es natürlich enger,und sie hört auf zu ziehen.Aber genau das ist ja auch der Sinn der Übung.Und so ein Band ist doch nur vorübergehend gedacht,irgentwann wird Tessa wohl gemerkt haben was Sache ist.
Gester hat sie auf einem Parkplatz eine Familie mit Kindern dermaßen angebellt,weil die neben unserm Auto geparkt hatten und die Kinder während des spiels um unser Auto liefen,also das war unverschämt.Und sie hat mich gezogen wie eine Irre,das war nur deshalb möglich weil sie KEIN kettenhalsband getragen hat.Gott sei Dank schmeißt mich so schnell nichts um"grins".
Liebe Grüße Irene

Christa ( gelöscht )
Beiträge:

04.06.2009 09:36
#8 RE: Verhaltensprobleme Zitat · antworten

Dieser satz sollt dir zu denken geben.

[rot]Und sie hat mich gezogen wie eine Irre,das war nur deshalb möglich weil sie KEIN kettenhalsband getragen hat.[/rot]

also trotz kettenhalsband keine veränderung, ohne halsband ist sie nicht zu halten mit nur weil sie weiß das sie das ding jetzt an hat.
keine verhaltensänderung beim hund durch kettenhlasband. wenn leo so ein verhalten an den tag gelegt hat habe ich mich vor ihn gestellt und ihn zurückgeschoben und ihn angeknurrt. ich sag ja es gibt viele wege einen hund zuerziehen man muss nur rausfinden welcher für halter und hund das beste ist.
ich habe jeden tag mit problemhunden zu tun und keiner brauchte bis her ein ketten- oder stachelhalsband.

ich würde mich freuen, wenn du mehr deinen hund beobachten tätes und so lernst rechtzeitig ein zu schreiten, wenn sie die ersten anzeichen zeigt von aggressionen und nicht erst wenn sie schon in aktion ist.

ich weiß wo von ich spreche, leo wollte alles aber auch alles und jeden beißen (autos, lkw`s, jogger, fußgännger, pferde, kühe, radfahrer, hunde, besucher u.s.w.)

gruß christa

Odin ( gelöscht )
Beiträge:

04.06.2009 09:42
#9 RE: Verhaltensprobleme Zitat · antworten

Hallo Christa,
eben deswegen habe ich mich an dieses Forum gewand. Genau wie Irene auch, finde ich den Leinenruck absulut daneben. Man bzw. ich bin in so einer Situation einfach hilflos. Ich selbst steh nicht hinter diesem Ruck und hab das auch der Trainerin gesagt und deswegen funktioniert er bei mir wohl auch nicht so wie bei ihr.Das Beispiel gerstern Abend. Ich hatte keine Panik mit Odin raus zu gehen hab seit dem letzten Training auch keinen Ruck gemacht weil ich es nicht wollte. Also gestern Abend ich war locker, Odin am schnüffeln,- Mensch kommt und grüßt und was macht Odin, führt sich auf wie ein Irrer. Mensch sagt jetzt wird es aber Zeit ich darauf Nee und er, sehe ich aber anders. Ich kann den Leuten hier im Dorf auch nicht klar machen, dass Odin dieses Verhalten nur hier zeigt woanders macht er es nicht auf jeden Fall nicht in so extremer Form. Bin für jede andere Alternative dankbar glaub mir. Wie ich schon geschrieben habe, gibt es hier in der Umgebung auch keine große Auswahl. Weiß selbst nicht mehr was ich machen soll. Die Trainerin sagte auch, er wird älter und dann verstärken sich die Probleme--Panik!!
Wenn es ging würd ich zu dir zum Training kommen aber schau dir die Entfernung an also Unmöglich. Wenn du jemanden kennst hier im Raum Wesel oder von mir aus auch ein paar Km weiter der sich auskennt mit unseren Rüpels würd ich die Person sofort kontaktieren. Unser Odin liegt uns allen sehr am Herzen und wir wollen ihm auf keinen Fall schaden.
LG
Silvia

Christa ( gelöscht )
Beiträge:

04.06.2009 11:48
#10 RE: Verhaltensprobleme Zitat · antworten

hallo silvia,

besuch doch mal ein seminar wie z.b.
in 07. Oktober, 53783 Eitorf bei Mirko Tomasini "Grundlagenworkshop "Sprachfreies Hundetraining"
oder
Achtung: Neuer Zusatztermin am 6./7. Juni 2009
Thema: Gruppenverhalten, Dominanzbeziehungen und Kommunikation (Schwerpunkt: Spielverhalten und Aggressionsverhalten, sowie ausführlicher Praxisteil zum Thema "Spiel- und leinenaggressives Verhalten".)
Referent: Günther Bloch Hundefarm Eifel in 53902 Bad Münstereifel-Schönau

ihr müsst einfach mal im internet schauen wo die passenden seminar statt finden.

ich weiß ganz genau was ihr durch macht ich habe es selbst durch machen müssen mir hat damals sehr gabriele niepel geholfen d
ie ja leider nicht mehr lebt. von ihr habe ich viel gelernt und ich lerne immer noch da zu.

gruß christa

Claudia ( gelöscht )
Beiträge:

04.06.2009 17:06
#11 RE: Verhaltensprobleme Zitat · antworten

Hallo Silvia!


Auch ich kenne Verhaltensweisen wie die, die dein Odin anscheinend im Moment an den Tag legt.

Und ich muss ebenfalls sagen, dass ich in den ersten 2 Jahren, als ich Maremmani hielt noch sehr viele Skrupel hatte, dass ich meinem Hund wehtun könnte[grin]...

Ich gebe dir einen gutgemeinten Rat:
Denke mal darüber nach, ob es dir lieber ist, deinem Hund mal hin und wieder ordentlich die Leviten zu lesen und ihm auch mal mit etwas Körpereinsatz zu zeigen, wenn du etwas absolut nicht willst oder ab du dafür verantwortlich sein willst, wenn ein Mensch mal Schaden nimmt.

Ich weiß, wovon ich rede, denn mein Rüde hat nach Menschen geschnappt und auch mehr als einen verletzt. Ich schwöre dir, das ist alles andere als ein gutes Gefühl - besonders, wenn man in einem Dorf lebt, wo die Leute schon reden...(geht mir auch so).

Ich rede nicht davon, dass du deinem Hund körperliche Gewalt antun sollst! Aber wie schon erwähnt, nehmen die Hunde selten auf uns Rücksicht, wenn sie losspringen. Wir bekommen dann auch einen Ruck ab, oder?
Und sicher gibt es andere Mittel und Wege, sich beim Hund Respekt zu verschaffen, als über die Leine - die Frage ist, ob du dich im Stande siehst, OHNE Hilfsmittel auszukommen. Deine Schilderungen vermitteln mir eher ein Bild, dass du schon recht verzweifelt und unsicher bist...

Ohne dich und deinen Hund zu kennen und euch in "Action" zu sehen, kann sich natürlich keiner ein objektives Urteil bilden - trotzdem kann ich dir ein paar meiner Gedanken mitgeben, die mir bei deiner Schilderung der Problematik gekommen sind:

1) Dein Hund scheint sich in seinem gewohnten Umfeld nicht an dir zu orientieren und sich auf dich zu verlassen - ER bestimmt, wann es seiner Meinung nach Anlass gibt zu zeigen, wer hier das Sagen hat (nämlich ER!).

2) Wenn er solches Verhalten auf fremdem Terrain nicht zeigt, würde ich mal vermuten, dass er noch jung ist und/oder unsicher. Das wiederum kommt häufig vor. Und es würde mir Hoffnung geben, denn dein Hund will nicht immer und überall das Sagen haben - nur, wenn er sich sicher genug fühlt [zunge]

3) Wenn sich Odin in etwa so aufführt, wie ich das von meinem Rüden kannte, dann musst du mit deinem Körpereinsatz dafür sorgen, dass kein Mensch Schaden erleidet! Wie tust du das, wenn ihn nicht per Leine zurückholst? Wie muss ich mir das vorstellen, dass dein Hund wegen einem Passanten Theater macht und du dann mit dem Mann aber zu diskutieren anfängst, ob der Hund jetzt einen Leinenruck verdient hat oder nicht? Sorry - ich kann mir da kein Bild machen...

4) In den meisten Fällen, die ich kenne, liegen die Ursachen für solches Verhalten meist in einem nicht optimalen Verhältnis von Hund zu Hundeführer. das hat überhaupt nichts damit zu tun, ob ich meinen Hund jetzt lieb habe oder nciht, ob ich es ehrlich gut meine oder nicht - da geht es lediglich darum, ob der Hund auch die (für ihn) nötige Anleitung und klare Grenzen bekommt. Denn zu oft nur wird vergessen, dass es eigentlich immer nur um uns, um unser Empfinden und unsere Wünsche geht - dass Hunde da zum Glücklichsein andere Dinge brauchen und es einem überhaupt nicht übel nehmen, wenn man mal ganz Klartext redet - das wird nur allzu oft vergessen...

LG
Claudia

Odin ( gelöscht )
Beiträge:

04.06.2009 19:39
#12 RE: Verhaltensprobleme Zitat · antworten
Hallo Claudia,
wie du schon sagtest, Odin orientiert sich nicht an mir, das ist wohl in solchen Situationen richtig und deswegen sollte ich auch laut Trainerin mir seine Aufmerksamkeit per Leinenruck holen. Das fällt mir sehr schwer. Denn erstes ist ja noch keine Situation sondern er soll aufmerksam neben mir gehen.Ich soll die Übung bekommen und Odin soll lernen wenn geruckt wird hat er bei mir zu bleiben. Bei Ihr funktioniert es auch prima Bei mir nicht so richtig.Ich glaub so langsam dass ich mal nen Ruck brauch.
Odin ist jetzt bzw. er wird diesen Monat 18 Monate. Es ist auch nicht so, dass er überhaupt nicht hört. Eigentlich recht gut nur in solch Situationen nicht da wo es wirklich darauf ankommt.
Natürlich konnte ich mit dem Menschen nicht diskutieren sondern habe im weiter gehen meinen Kommentar abgeben. Odin springt vor spielt sich auf knurrt bzw. brummt ganz furchterregend ich zieh ihn weg und versuch weiter zu gehen der Mensch ist natürlich geschockt und von hören sagen ja schon darauf eingestellt, das der Odin der Schrecken des Dorfes ist. Alles Mist.
Klar bin ich sehr verunsichert überlege schon wo ich mit Odin hingehen kann. Hab schon gruseln wenn ich mit ihm raus muss. Wenn ich kein gruseln habe sondern fest entschlossen bin und auch locker zeigt Odin mir dass ich immer auf der Hut bei ihm sein muss so wie gestern. Es ist zum Kühe melken.
Ich muss es einfach schaffen über meinen Schatten zu springen und ihm wirklich klar machen dass ich bestimmte Verhaltensweisen nicht dulden werde. Vom Kopf her alles klar dann aber mein schlechtes Gewissen. Hab immer Angst es könnte ihm schaden.
Angefügte Bilder:
IMG_0382.JPG  
irene Offline



Beiträge: 190

04.06.2009 21:44
#13 RE: Verhaltensprobleme Zitat · antworten

Hallo,
euer Odin ist aber ein ganz hübscher,er sieht so fröhlich aus.Ich weiß wie schwer es ist so einem lieben Kerlchen "gewalt"anzutun.Unsere Tessa muß dieses Kettenhalsband(KEIN STACHELHASBAND)ja eigentlich auch nur tragen,weil ich den Leinenruck irgentwie nicht kräftig genug hinbekomme,und sie deshalb nicht reagiert.Mein Mann bekommt das auch ohne Kette hin.Anfangs hatte ich auch ein schlechtes Gewissen deswegen,Kette und Hund fand ich schon immer schrecklich.Aber wie schon gesagt, das alles ist doch nur Mittel zum Zweck,und nicht für immer gedacht.Natürlich muß ich eine VERHALTENSÄNDERUNG hinbekommen,von Tessa und von mir(ich muß konsequenter und strenger werden).Ich will auch nicht immer mit der Angst wegfahren,das der Hund blödsinn macht.So wie auf dem Parkplatz.Mein Hundetrainer bietet auch Ferienschulungen an.Du kannst praktisch in der Eifel Urlaub machen,und gleichzeitig deinen Hund trainieren.Zwei Wochen intensieves training würden bestimmt viel bringen.
Wegen der Leute im Dorf würde ich mir keinen Kopf machen.Kennst du das Sprichwort:Ist der Ruf erst ruiniert lebts sich völlig ungeniert.Ich lebe auch auf einem 400 Seelendorf und weiß deshalb aus erfahrung,das, wenn die Menschen reden wolle,sie immer was finden,und wenn es ein weißer Hund ist.Solange nichts passiert ist könnten die mich mal.Dafür zu sorgen liegt natürlich bei euch.
Liebe Grüße Irene

Manuela Offline



Beiträge: 516

04.06.2009 22:01
#14 RE: Verhaltensprobleme Zitat · antworten

Hallo,
ich persönlich finde nichts schlimmes an einem Kettenhalsband ...
Der Hund ist doch selber schuld wenn er zieht und sich die Strotte zuzieht...hmmm
Ich habe zur Zeit ein Stoffkordelhalsband und nehme gegebenenfalls zusätzlich ein Halti (wenn es die Situation erfordert)

Micky macht das ziehen seinerseits z.B garnix...wenn ers mal wieder versucht und ich nicht einschreiten würde,würd der bis zum blau anlaufen ziehen und das muss ich nicht haben,ich möchte doch entspannt spazieren gehen und nicht hinterher hängen als wenn der Hund mit mir geht und nicht umgekehrt.

Außerdem vergleich ich das immer bisschen mit Kindererziehung ;o)Bei Kindern sagt man nach zig mal Ermahnung (wenn es nicht hört und sich dann eventuell z.B verbrennt oder klemmt) doch auch siehst du hab ichs dir nicht gesagt und die machen das in der Regel dann auch kein zweites mal.
liebe Grüße
Manuela

und macht Euch nicht immer so Bauchschmerzen,die sterben schon nicht so schnell, untereinander gehen die Hunde viel rabiater um....*lach *ich hab gut reden,dafür hab ich andere Sachen wo ich drann rumdokter *grins*

Claudia ( gelöscht )
Beiträge:

04.06.2009 22:07
#15 RE: Verhaltensprobleme Zitat · antworten

[quote]Odin orientiert sich nicht an mir, das ist wohl in solchen Situationen richtig und deswegen sollte ich auch laut Trainerin mir seine Aufmerksamkeit per Leinenruck holen. Das fällt mir sehr schwer. Denn erstes ist ja noch keine Situation sondern er soll aufmerksam neben mir gehen.Ich soll die Übung bekommen und Odin soll lernen wenn geruckt wird hat er bei mir zu bleiben. Bei Ihr funktioniert es auch prima Bei mir nicht so richtig[/quote]

Tja - Trainer haben´s immer leichter [grin][grin] - der Hund kennt dich in- und auswendig - die Trainerin kennt er nicht, also kann er sie auch nicht so gut einschätzen und sie kann ihm schneller die Schneid abkaufen. Außerdem ist ein Trainer (hoffentlich) geübt, wenn er solche Mittel anwendet und ich gehe davon aus, dass vor allem das Timing perfekt ist - und darauf kommt es an: Timing und ausreichende, dosierte Intensität. Wenn du nämlich zu wenig Impuls gibst (aus Angst ihm weh zu tun z.B.), dann erreichst du im schlimmsten Fall nur das Gegenteil - der Hund merkt, dass du es nicht wirklich ernst meinst und dich im Zweifelsfall nicht durchsetzten kannst... Und den Eindruck möchtest du doch sicher nicht erwecken, oder?

[quote]Odin ist jetzt bzw. er wird diesen Monat 18 Monate. Es ist auch nicht so, dass er überhaupt nicht hört. Eigentlich recht gut nur in solch Situationen nicht da wo es wirklich darauf ankommt.[/quote]

Oh... wie kommt mir das doch bekannt vor [rolling_eyes] - blödes Alter... Aber wenn du dich nicht behauptest, dann wird das auch sicher nicht besser!
Ich kann dir als Anregung erzählen, was ich mit meinem Monsterbär gemacht habe, als er ca. im gleichen Alter war:
Er hat sich jedes noch so kleine Fitzelchen Aufmerksamkeit erarbeiten müssen. Ich habe ihn nicht gestreichelt, wenn er herkam um zu schmusen, ich habe nicht mir ihm gespielt, wenn er mich aufgefordert hat, er musste sich einwandfrei benehmen, damit er sein Futter bekommen hat, ich habe ihn ständig aus dem Weg gescheucht, wenn er sich im Gang quer gelegt hat oder an der Tür liegen wollte (strategisch wichtige Plätze)... als Krönung hab ich ihn auch mal ein ganzes Wochenende mit der Leine an meinem Gürtel festgemacht - er konnte nur dahin, wo ich hinging... Gespielt oder geschmust wurde nur, wenn ICH das wollte. Kam er an und legte mir den Kopf in den schoß, habe ich ihn weggeschickt. Legte er sich dann irgendwo in die Ecke, hab ich ihn 1min später hergerufen und ihn beschmust.
Manche würden das jetzt Psychoterror nennen...[grin][grin][grin]

Aber da ich die Anwendung von körperlicher Gewaltanwendung so gut es (für mich) geht vermeide, ist mir die Psychoterrorschiene lieber gewesen. Der Hund musste lernen, dass ICH sein Leben bestimme, dass ICH entscheide WAS er WANN tun kann oder auch nicht... Und wer sich´s mit mir verscherzt, der verliert Privilegien! Die Folge war, dass er von sich aus angefangen hat, mich endlich ernst zu nehmen. Wann immer er heute noch so Anwandlungen hat, dass er meint, mich nicht ernst nehmen zu müssen, greife ich auf diese "Tricks" zurück - dann merke ich wieder an seinem Verhalten, dass ICH zu nett zu ihm war. Und zu nett heißt für einen Hund eben recht schnell "schwach" oder schlimmstenfalls "nicht respektierenswert"...

[quote]Odin springt vor spielt sich auf knurrt bzw. brummt ganz furchterregend ich zieh ihn weg und versuch weiter zu gehen der Mensch ist natürlich geschockt und von hören sagen ja schon darauf eingestellt, das der Odin der Schrecken des Dorfes ist. Alles Mist.[/quote]

Und eigentlich müßtest du eingreifen, BEVOR er sich so reingesteigert hat! Wenn dir der Leinenruck unsympathisch ist, weil du Angst hast, deinem Odin weh zu tun, dann führ ihn doch am Brustgeschirr! Ich führe 3 Maremmani am Brustgeschirr - da der Schwerpunkt dann weiter hinten ist, kann ich das Gewicht, dass die Hunde einsetzten, leichter halten und ich habe keine Bedenken, durch einen kräftigen Zug an der Leine Schaden anzurichten... Außerdem kann ich die Hunde leichter zurückhalten, wenn sie sich aufspielen, weil ich sie direkt aushebeln kann - ohne Bodenberührung mit den Vorderpfoten können sie auch nicht so viel Druck ausüben (mit Brustgeschirr! Mit Halsband oder Kette ist der Schwerpunkt am Hals und dadurch bringen sie mehr Gewicht nach vorne...).

[quote]Klar bin ich sehr verunsichert überlege schon wo ich mit Odin hingehen kann. Hab schon gruseln wenn ich mit ihm raus muss. Wenn ich kein gruseln habe sondern fest entschlossen bin und auch locker zeigt Odin mir dass ich immer auf der Hut bei ihm sein muss so wie gestern.[/quote]

Und genau da liegt das nächste Problem! Odin spürt natürlich, wenn du dich nicht sicher fühlst! Und dadurch verstärkst du sein Verhalten noch - er muss ja schliesslich auf dich aufpassen und MUSS daher das Kommando übernehmen!

Ich weiß, dass es alles andere als leicht ist - aber wenn man kämpft und bereit ist, seine Verhaltensweisen zu ändern (denn nur wenn DU etwas änderst, wir sich sein Verhalten ändern) und umzulernen, umzudenken, dann ist immer was möglich!

LG
Claudia

PS: Ein wunderhübscher Bursche, dein Odin!

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