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Dieses Thema hat 33 Antworten
und wurde 1.300 mal aufgerufen
 Allgemeines
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Bienemaja ( gelöscht )
Beiträge:

09.01.2010 14:10
#31 RE: Ist das der Weg zum weißen Riesen? Zitat · antworten

Hallo,
dann möchte ich doch ein abschließendes Statement abgeben:
Auf meine Fragen, die ich lange vor der Anschaffung eines Vierbeiners gestellt habe, habe ich nicht immer ausreichende Antworten erhalten. Das ist nicht problematisch, denn ich kann mich anderweitig informieren. Viele Antworten beinhalteten, was nicht geht, was geht und wie der beste Weg dahin ist, kam zu kurz aus meiner Sicht.
Auch wenn ich keinen Hirtenhund oder einen anderen Hund gehalten habe, sehe ich Haltung und Erziehung eines Hirtenhundes nicht fern ab von der von mir langjährig praktizierten Papageienhaltung. Die meisten meiner Vögel habe ich aus Haushalten herausgekauft, weil sie extrem verhaltensgestört (gemacht worden) waren und sich in ihrer Not nicht anders bemerkbar machen konnten als durch Beißen und Aggressi-vität.
Diese Vögel haben ein neues Leben kennengelernt, Artgenossen und dürfen bei mir einfach Vogel sein. Allein die Wohnungshaltung ist für ein intelligentes Lebewesen wider die Natur.
Nur wegen der Tiere haben wir den Resthof gekauft, wegen uns 2 Personen wäre ein modernes Eigenheim wesentlich günstiger und angenehmer gewesen. Und ich darf hinzufügen, dass der Investitionsbedarf enorm ist.
Nun gehören auf einen Hof weitere Tiere und aus meiner Sicht eignen sich Hirten-hunde sehr gut dafür. Aus der zur Verfügung stehenden Literatur erfüllen die künftigen Gegebenheiten auch die Bedürfnisse:
- großes einzuzäunendes Grundstück (die Größe kann noch frei gewählt werden, mindestens 1000qm), ausbruchsicher gestaltet
- freie Wahl zwischen dem Grundstück und Rückzugsmöglichkeiten in Gebäude
- die Haltung nicht als Einzelhund
- Bewachungsaufgabe, wobei wohl der Hirtenhund ein Territorium bzw. eine Ressource bewacht, ohne zwischen Objekten zu unterscheiden. Alles, was er kennt, wird bewacht. Ich weiß nicht, ob sich hier jemand eine große Volierenanlage vorstellen kann, was darin abläuft? Man sollte nicht in Abrede stellen, dass sehr wohl Reize davon ausgehen können. Man kann darüber nachdenken, die Hunde sogar im Gang in der Außenvolierenanlage laufen zu lassen. Ohnehin verhindert das Gitter durch die Maschenweite nicht den Kontakt der Vögel mit den Hunden.
- Das Grundstück liegt an der Straße, auf der sich Fahrzeuge, Menschen, Tiere bis zur Pferdegröße bewegen, also keine reizarme Umgebung. Den Zaun würde ich nicht geschlossen konzipieren, also nur Stahlgitter zum Durchgucken. Der Rest der Umgrenzung ist Ackerland, das ebenfalls bewirtschaftet wird.
- Um das Leben interessanter zu gestalten, würde ich weitere Tiere in Erwägung ziehen. Da mehrere Halter von Minischweinen in meiner Bekanntschaft sind, kenne ich deren Bedürfnisse und würde jederzeit praktische Unterstützung finden.
Bleibt noch das ungelöste Thema der arbeitsbedingten längeren Abwesenheit an 3-4 Tagen in der Woche. Da werde ich eine Bekannte im Ort ansprechen, deren Tochter sich verhaltensgestörten Hunden im Tierschutz widmet, ob sie sich um die Hunde kümmern kann oder eine Person beauftragen, die diese Aufgabe übernimmt.
Wenn ich nach Hause komme, bin ich für meine Tiere da, auch morgens, bevor ich zur Arbeit fahre. Die Vögel werden viel pflegeleichter werden, wenn eine dauerhafte Außenvolierenhaltung durch die Umwidmung eines ganzen Nebengebäudes möglich ist. Dann wird die Anlage am Wochenende mit dem Kärcher gereinigt und nicht, wie jetzt, täglich die Innenvolieren 2Mal von Hand. Für die Futternäpfe werde ich eine Spülmaschine installieren.
Ich habe verstanden, dass es wichtig ist, mit einem Hund regelmäßig in der Öffentlichkeit zu laufen. Das muß ich gewährleisten, aber nur 1-2x pro Tag und nicht ständig, wobei ich denke, dass Hirtenhunde nicht unbedingt durch Städte laufen müssen, um glücklich zu sein.
Allein in dieser Woche hätte ich ca. 10 Maremmano- Welpen aus unterschiedlichen Quellen kaufen können. Es ist weder schwierig noch umständlich, an einen Hirtenhund zu kommen.
Jeder Halter sollte sich selbst Gedanken machen, was er seinem Hund/ Hunden zu bieten hat. Ideal wird es wohl nirgendwo sein.
Ganz sicher werden wir Fehler machen, wie ich sie auch in der Anfangszeit der Papageienhaltung gemacht habe, aber diese Fehler haben nicht dazu geführt, die Sache an sich in Frage zu stellen.
Auch in diesem Forum werden viele Probleme von Hirtenhundhaltern vorgetragen, die meinen, an sich gute Haltungsbedingungen zu haben.
Irgendwann werden 2 Hunde bei uns einziehen. Das ist nicht die Entscheidung von Mittzwanzigern aus einer Laune heraus. Also gehe ich fest davon aus, dass es auch mit ausreichender Vorbereitung klappen wird.
Ich nehme einiges mit an Informationen, vieles wird dann Learning by doing und Reindenken sein.
Ich werde mich in den nächsten Monaten darauf konzentrieren, Halter von Hirtenhunden anzusprechen, die ihre Hunde so ähnlich halten, wie wir es beabsich-tigen. Es macht irgendwie keinen Sinn, einen Einzelhund in einer Reiheneigenheimsiedlung mit kleinem Grundstück und Kinderanschluß zu erleben und beo-bachten. Die Vergleichbarkeit ist nicht gegeben. Es müssen nicht Maremmanohalter sein, denn viele Hirtenhundrassen sind vergleichbar, wenn ich der Literatur Glauben schenken darf.
Viele Grüße
Sabine

Rupp Offline




Beiträge: 536

10.01.2010 10:23
#32 RE: Ist das der Weg zum weißen Riesen? Zitat · antworten

Hallo Sabine,

Du schriebst: denn viele Hirtenhundrassen sind vergleichbar, wenn ich der Literatur Glauben schenken darf.

Mich wundert immer wieder, daß Leute das glauben, was andere Leute geschrieben haben, insbesondere dann, wenn jemand sich zu Eigenschaften und Verhaltensweisen von Hunderassen äußert.
Tatsache ist, daß fast alles, was in Hundebüchern dazu steht, von anderen abgeschrieben wurde. Das wenige, was aus eigener Erfahrung dazu beigetragen wird, bezieht sich auf wenige beschränkte Erfahrungen, die sich keinesfalls auf eine ganze Rasse oder Gruppe von Rassen (z.B. Hirtenhunde) übertragen lassen.
Deshalb sind solche Publikationen, bezogen auf Rassebeschreibungen, nicht viel wert.

Ich persönlich finde es schade, daß Du die Bemühungen der Forumsmitglieder, Dir zu helfen, von Dir in Deinem Statement so negativ ( nicht immer ausreichende Antworten erhalten / kamen zu kurz aus meiner Sicht)beurteilt werden. Deinen diesbezüglichen Hinweis darauf, daß Du Dich ja anderweitig informieren könntest, finde ich ziemlich unhöflich.
Mit Deinen Ausführungen erweckst Du den Eindruck, daß Du weder einen Rat annimmst noch an der Meinung anderer zu Deinem Projekt Hirtenhunde wirklich interessiert bist.

Viele Grüße
Rupp

Dorismaya Offline




Beiträge: 206

10.01.2010 21:53
#33 RE: Ist das der Weg zum weißen Riesen? Zitat · antworten

Dazu ist, zu Rupps Ausführung ergänzend, auch noch zu sagen dass selbst Hunde die derselben Rasse angehören sehr oft nicht miteinander verglichen werden können.
Hunde sind Individuen, genau wie Menschen. Aus diesem Grund sind ihre Reaktionen auf bestimmte Situationen auch nicht vorherseh(sag)bar.

LG Doris


Die Treue eines Hundes ist ein kostbares Geschenk, das nicht minder bindende moralische Verpflichtungen auferlegt als die Freundschaft zu einem Menschen. Konrad Lorenz

Christine ( gelöscht )
Beiträge:

29.01.2010 21:51
#34 RE: Ist das der Weg zum weißen Riesen? Zitat · antworten

Hallo Ihr,

wahrscheinlich überflüssig mich auch noch einzuschalten, das Thema ist ja eigentlich abgeschlossen. Kann mir es doch nicht verkneifen: der Maremmano mit wenig Kontakt wird anders ungemütlich, als ein Münsterländer ohne Kontakt!

Das liegt an den Eigenschaften, die die Rasse mitbringt. Es gibt bestimmt viele Wege der individuellen Haltung.
Für mich jedoch grob eingeteilt in zwei Kategorien: einmal als Arbeitshund mit engem Kontakt an ein zu bewachendes Rudel (Schafe, Hühner etc.) und dem ganzen abenteuerlichen Umfeld oder als Gefährte des Menschen, der Familie mit starker Bindung, die ihm etwas bietet. Nur so ist es möglich Einfluss auf diese selbstständigen Hunde auszuüben.Wir wollen nicht, dass unser Hund dauernd bewacht, deshalb laste ich sie anderweitig aus und dazu gehört auch ein interessante Umgebung, deshalb nehme ich sie auch mit so viel wie möglich.

Das Ansinnen sich "Bewachungsautomaten" zulegen zu wollen, wirkt auf mich reichlich egozentrisch. Auf der gefiederten Seite scheint enorme Tierliebe vorhanden - die Caniden sollen jedoch funktionieren - das bekomme ich nicht zusammen.

Diese Hunde haben es verdient mit Würde und als wertvolle Gefährten behandelt zu werden[heart]. Vielleicht stimmt hier schon mit dem Grundansinnen irgendetwas nicht.

Christine

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