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Dieses Thema hat 20 Antworten
und wurde 900 mal aufgerufen
 Erziehung
Seiten 1 | 2
Manuela Offline



Beiträge: 514

19.08.2008 18:56
#16 RE: Kontrolle verloren Zitat · antworten

Huhu ,
dann lag ich mit meiner Antwort ja auch nicht verkehrt
Manu

Suzy Offline



Beiträge: 351

20.08.2008 01:03
#17 RE: Kontrolle verloren Zitat · antworten

Hallo,
Danke für die Tips.
Die Hunde sind den ganzen Tag im Hausyard und können sich da frei bewegen. Ich geh ein oder zweimal am Tag spazieren, normalerweise mit dem ganzen Mob, damit die Kelpies ihren Auslauf bekommen. Auf richtig lange Spaziergänge nehme ich allerdings immer nur max vier Hunde mit, sonst wird es mir zu stressig. Und die letzten Wochen habe ich mich hauptsächlich Puck gewidmet, weil der mir in meiner Gegenwart anderen Menschen gegenüber viel zu gefährlich wurde. Das Problem ist gelöst, aber ich hab mich nicht genug um die Kleinen gekümmert. Ich hatte beide ein paar mal jeweils einen alleine an der Leine mit, damit sie sich an Leine und Kommandos gewöhnen (es war ne Katastrophe und braucht mehr, viel, viel mehr Übung).
Das werd´ ich wohl ausbauen müssen. Arti benimmt sich an der Leine als ob ich ihn zum Schlachthof bringen würde, er trottet mit gesenkten Kopf am Ende der Leine hinter mir her und wartet bis der Spaziergang vorbei ist. Ben benimmt sich ein bißchen normaler.
Mein Manns Vorschlag, geht in die gleiche Richtung wie Eure, er will sie in einem kleinen eingezäunten Bereich einsperren und nur unter Aufsicht rauslassen. (Auf jeden Fall müssen die beiden aus dem Weg, wenn Besucher kommen, das wird uns gerade zu riskant.)

Das mit dem Futter scheint mir eine sehr gute Idee zu sein. Ben und Arti fressen zusammen am gleichen Platz, aus dem gleichen Napf (hat sich so ergeben seit erster Welpenfütterung). Die zwei haben keine Probleme damit und streiten auch nicht um Futter. Arti klar beizubringen, dass wir diejenigen sind, von denen sein Fresschen kommt, klingt überzeugend.

Keiner von den beiden ist übrigens auch nur einen Hauch aggressiv mir oder meinem Mann gegenüber (das macht die gute Erziehung von den Eltern, glaube ich). Ben spielt manchmal ein wenig wild, aber hört auch auf wenn ich energisch bin und Arti spielt ja nicht mit mir (ganz, ganz, ganz selten ein bißchen).
Ich glaube, es wäre einfacher wenn Arti offen in Opposition ginge, weil wie ich mich verhalte, wenn mein Hund aggressiv mir gegenüber ist, da habe ich keine Probleme und keine Zweifel.
Und ich will nicht mit Gewalt die beiden Kleinen brechen, weil das a) weder meine noch meines Mannes Art ist und weil ich b) befürchte, dass das nach hinten losgehen kann. Ich glaube an positive Verstärkung und nicht an Bestrafung, das ist aber genau so unglaublich schwierig, wenn sich mein Hund überhaupt nicht für mich interessiert, ob ich Arti lobe oder nicht, läßt ihn kalt und auch Ben ist nicht soooo überschwenglich, wenn ich sage, das er ein guter Hund ist.
Summa summarum: Freiheiten streichen, Abhängigkeit erzeugen, ich werde berichten.
Viele Grüsse
jutta

PS: Kelpies sind viel einfacher zu erziehen, die wollen lernen und freuen sich überschwenglich, wenn sie was neues richtig machen!

Rupp Offline




Beiträge: 536

20.08.2008 10:04
#18 RE: Kontrolle verloren Zitat · antworten

Hallo Jutta,
ich glaube nicht, daß es Arti nicht interessiert oder kalt läßt, was Du machst.
Sein ergebenes Trotten an der Leine deutet darauf hin. Auch sein Abstand halten (1,5 Meter) läßt auf Mißtrauen Dir gegenüber schließen. Auch seine Reaktion auf das Stöckchen werfen zeigt doch eine starke Reaktion auf dieses Dein Verhalten.

Du solltest versuchen, mehr Kontakt zu Arti zu bekommen und ein guter Weg dazu ist die Handfütterung. Wenn er es nach einiger Zeit mitmacht, solltest Du ihn beim Handfüttern auf den Schoß nehmen oder sonstwie Körperkontakt dabei halten, ihn aber dabei nicht einengen. Ich würde auch vorsichtig mit Zuwendungen (Berührungen, Streicheln) anfangen.
Unser Timo mochte das anfangs auch nicht. Es hat ein dreiviertel Jahr gedauert, bis er das akzeptierte und dann auch gut fand.
Auch einige Gehorsamsübungen mit ihm machen und bei Erfolg besonders belohnen (großes Lob und besonderes Lekkerli).
Ich würde ihn auch regelmäßig (allein) mitnehmen, wenn Du Dich z.B. im Garten beschäftigst. Auch wenn's nur ganz kurz ist. Damit er einfach Deine Nähe kennenlernt und sich daran gewöhnt. Und auch lernt auf Zuruf zu Dir zu kommen.

Viel Erfolg und liebe Grüße
Rupp

Suzy Offline



Beiträge: 351

20.08.2008 21:52
#19 RE: Kontrolle verloren Zitat · antworten

Hallo Rupp,
von der Seite hab ich das noch gar nicht gesehen. Erschreckend, aber Du hast wohl Recht, mein Puppy traut mir nicht. Ja, ich hab viel Entwicklung verpasst und mich wenig gekümmert, trotzdem hätte ich das nicht gedacht. Arti hat mit Sicherheit keine negativen Erfahrungen gemacht, niemand hat ihn verprügelt, getreten, angeschrien oder sonstwie niedergemacht.

Wo ist denn Dein Timo hergekommen, er war nicht einer Deiner eigenen Welpen, oder?

Ich hab gestern Abendessen aus der Hand gefüttert, das war richtig nett. Ich hab einfach dagesessen mit dem Futter, und da die beiden ja zusammen fressen, hat Ben aus meiner rechten Hand gefressen und Arti vor meiner Linken gesessen und nicht gewußt was tun. Papi Puck hat die Situation gerettet; er ist gucken gekommen, hat nen Häppchen genommen und dann hat auch Arti aus meiner Hand gefressen.


Viele Grüsse

jutta

PS:
Claudia, Dein Vorschlag den Hund ans Bett zu binden hat mich sehr beeindruckt.

Claudia ( gelöscht )
Beiträge:

20.08.2008 22:16
#20 RE: Kontrolle verloren Zitat · antworten

In Antwort auf:
Claudia, Dein Vorschlag den Hund ans Bett zu binden hat mich sehr beeindruckt.



*grins* - das braucht dich nicht zu beeindrucken - das war reine Verzweiflung! Ich wusste einfach nicht mehr weiter - der Hund hatte sich absolut nichtfür mich interessiert, hat mir nicht 1mm über den Weg getraut... Und heute schläft er ausschließlich neben meinem Bett und steht erst auf, wenn ich ihm erst mal vom Bett aus den Bauch gekrault habe

Rupp Offline




Beiträge: 536

21.08.2008 20:09
#21 RE: Kontrolle verloren Zitat · antworten
Hallo Jutta,
unser Timo war aus Italien. Er hat mit 7 Wochen immer nach mir geschnappt, wenn ich ihn anfassen wollte oder mit der Hand nur in seine Nähe kam. Deshalb hat er konsequent jedesmal ein strenges NEIN und eine kleine Ohrfeige bekommen. Das ging ein paarmal am Tag so und er hat eine ganze Woche gebraucht, bis er das aufgegeben hat.
Da wir wußten, daß er groß und stark werden wird, wurde er sehr streng erzogen. Ausgewachsen hatte er 82 cm Schulterhöhe und wog 70 kg. Er gehörte zu den 3 Hunden, mit denen ich jahrelang ohne Leine durch die Gegend gelaufen bin.
Leider hat er mit 4 Jahren infolge einer Zwingerhusteninfektion einen schweren Herzfehler bekommen, wenig später noch Diabetis dazu und die vielen Medikamente, das täglich gespritzte Insulin, die Teststreifen und das Futter hat uns damals 16 D-Mark pro Tag gekostet. Obwohl die Tierärzte der Uniklinik Hannover uns darauf hingewiesen hatten, daß Timo infolge seines Herzfehlers jeden Tag plötzlich tot umfallen kann, hat er noch fast 4 Jahre mit uns gelebt und dann ist das Vorhergesagte eingetreten.

Liebe Grüße
Rupp
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