Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 11 Antworten
und wurde 1.350 mal aufgerufen
 Allgemeines
Elisa ( gelöscht )
Beiträge:

01.10.2009 12:06
Ein Maremmano als Hofhund? Zitat · antworten

Hallo allerseits!

Wir suchen nach einem Hund, der Haus und Hof samt Bewohner (3 Pferde, zwei Katzen, zwei Kaninchen uns und unsere zwei Kinder-7 und 11 Jahre alt) bewacht, ohne übermäßig aggressiv oder nervös/überdreht zu sein. Wir haben bzw. hatten nun über zehn Jahren zwei Kuvasz-Riesenschnauzer-Mischlinge (Wurfgeschwister), möchten aber keine Kuvasz mehr haben, der starke Instinkt, die Herde zu bewachen, war nicht immer ganz angebracht: wenn andere Kinder zum Spielen hier waren, sahen unsere Hunde in harmlosen Rangeleien manchmal einen Angriff auf unsere Kinder. Es ist zwar nie etwas passiert, aber wir waren immer ein wenig in Sorge. Vielleicht lag es auch am Erbe des angriffslustigen Riesenschnauzers?

Unsere Kuvazs-Hündin musste leider vor kurzem wegen fortgeschrittener Arthrose erlöst werden, sie konnte nicht mehr aufstehen. Ihr Bruder hat auch schon Schmerzen und wird ihr vermutlich in nicht allzu langer Zeit folgen, auch leidet er nun sehr unter dem Alleinsein, wir können ihm bei aller Extra-Zuwendung seine Schwester nicht ersetzen.

Wir suchen einen ruhigen, ausgeglichenen und möglichst gesunden, langlebigen Familienhund, allerdings keinen Haushund. Er müsste er draußen bleiben können (Schlafplatz natürlich geschützt, jederzeit frei zugänglich im Stall). Das gesamte Grundstück von ca. 1 Hektar (Koppel und Garten) wäre sein ständiges Auslauf- und Bewachungsgebiet, dafür gehen wir nur selten draußen spazieren, sind aber immer und bei jedem Wetter viel draußen. Da ich die meiste Zeit zu Hause bin und viel in Stall und Garten zu tun habe, hat der Hund natürlich ständig Kontakt, auch wenn er nicht in unserem Bett schlafen oder auf der Couch liegen darf.

Bedingt durch das große Grundstück suchen wir einen guten Wachhund, der nicht ständig unnötig kläfft, aber schon aufpasst und präsent ist, wenn es erforderlich ist, jedoch nicht mit der Schärfe eines Kuvazs oder gar eines Kaukasen. Auf keinen Fall möchten wir einen Hund, den man lebenslang "mit der Knute" erziehen muss. Ich habe im KfT/VDH-Cairn-Terrier gezüchtet und mein ganzes Leben lang Hunde gehabt, kann einen Hund konsequent erziehen, aber möchte ihn nicht ständig unterdrücken müssen. Nach der "Grundschule" sollte er möglichst selbständig sein und einige Regeln verinnerlicht haben.

Wir würden auch einen „Hund in Not“ aufnehmen – im Berliner Tierheim z. B. gibt es eine Maremmano-Hündin, die nicht stubenrein ist. Das wäre für uns natürlich kein Problem. Aber ich kenne die Rasse nicht und kann nicht einschätzen, ob sie hier herpassen könnte. Das Tierheim gibt mir dazu keine vernünftige Antwort, vielleicht auch, weil sie es gar nicht können?

Was meint ihr? Könnte ein Maremmano hier bei uns glücklich sein?

Vielen Dank im voraus!



Christa ( gelöscht )
Beiträge:

01.10.2009 12:20
#2 RE: Ein Maremmano als Hofhund? Zitat · antworten

hallo Elisa, du sagtes:

"jedoch nicht mit der Schärfe eines Kuvazs oder gar eines Kaukasen."

Was meinst du zu welchen Hunden ein Maremmano gehört? Es ist wie der Kaukase oder der Kuvazs ein Herdenschutzhund und hat die gleichen Eigenschaften.
Warum kein Bernhardiner? Dieser kommt euren Ansprüchen schon näher. Ein Maremmano jedenfalls nicht. Wenn Du dich durchs Forum gelesen hättest, dann hättest du es auch selbst feststellen können, dass diese Hunde sich nicht von anderen HSH unterscheiden.

Viel Spaß beim lesen und liebe Grüße

Christa

Elisa ( gelöscht )
Beiträge:

01.10.2009 16:20
#3 RE: Ein Maremmano als Hofhund? Zitat · antworten

Hallo Christa,

danke für die superschnelle Antwort!

Wir wollten doch einen gesunden Hund - kein sabberndes Kalb, das jede Menge Erbkrankheiten hat und auch gerne mal zubeißt - auch mal das eigene Kind.....also ein Bernhardiner kommt nicht in Frage.

Ich dachte, dass es durchaus Abstufungen zwischen den HSH gibt.... Im Bekanntenkreis haben wir zwei Kaukasen, die ihre jeweiligen Besitzer offenbar komplett isolieren wollen. Der eine lebt nun an der Kette, nachdem er, vermeindlich schlafend mal kurz den Kopf hob und ein Besucher nur noch die halbe Wade hatte. Der Hund war nicht einmal aufgestanden!

Der zweite Kaukase wird nach mehreren Übergriffen nun immer weggesperrt....beide Besitzer würde ich durchaus als erfahren bezeichnen.

Unser Kuvazs-Riesenschnauzer-Rüde hat mit einem 3/4 Jahr eine Besucherin in den Bauch gebissen, völlig ohne Vorwarnung - sie musste im KH genäht werden. Wir haben daraufhin den Rang getauscht. Die Schwester (ganz Kuvazs jedoch schwarz) war wesentlich ruhiger und viel weniger angriffslustig als ihr Bruder (der aussieht wie ein weißer Riesenschnauzer mit zu lang geratenem Fell). Seit sie ranghöher als der Rüde war, passierte nichts mehr. Heute ist der Rüde der tollste Hund und die Hündin wird immer noch sehr betrauert und schmerzlich vermisst.....

Daher meine ich, dass der Kuvazs gemischt mit dem angriffslustigen Riesenschnauzer vielleicht eine explosive Mischung war, weil es vielleicht nicht der Kuvazs war, der die Schärfe mit sich brachte, sondern der Riesenschnauzer.....

Einen Kaukasen halte ich wirklich für zu scharf, wenn man ab und zu einmal Besuch bekommt und dazu noch Kinder hat.

Aber meinst Du denn, alle HSH sind so? Ich kenne z.b. auch Do Kyis, die genau unterscheiden, wer Freund und wer Feind ist. Aber ein Do Kyi wäre unglücklich in Draußen-Haltung....

Zum Meremmano habe ich gelesen, dass es ok ist, wenn der Schäfer abend heimgeht. Bei uns bliebe der Meremmano bei den Pferden statt bei den Schafen und der "Schäfer" kommt ja auch morgens wieder raus.

Wie verhält sich denn Deiner bei Besuch und bei fremden Kindern?

Lieben Gruß

Rupp Offline




Beiträge: 536

01.10.2009 17:25
#4 RE: Ein Maremmano als Hofhund? Zitat · antworten

Hallo Elisa,
ein Maremmano könnte schon die Anforderungen erfüllen, die Ihr habt. Aber nicht jeder Maremmano, denn nicht alle Maremmani sind gleich. Was Ihr braucht, ist ein Maremmano, der schon beim Züchter auf Kinder geprägt wurde und bei Euch entsprechend Eurem Umfeld ab der 9. Lebenswoche weitergeprägt wird. Eine konsequente Erziehung und Einführung in seine Aufgaben sowie eindeutige Rangzuordnung sind außerdem erforderlich.
Ein Hund aus dem Tierschutz kann das nicht leisten, ein erwachsener Hund, der neu zu Euch kommt, auch nicht.
Wenn Du glaubst, eine "Grundausbildung" und sich dann selbst überlassen kann Eure Anforderungen erfüllen, liegst Du erheblich neben der Realität. Wenn Du willst, ruf mich ab 5. Oktober mal an. Tel. 05331/75752.

Liebe Grüße
Rupp

Elisa ( gelöscht )
Beiträge:

01.10.2009 19:02
#5 RE: Ein Maremmano als Hofhund? Zitat · antworten

Hallo Rupp,


... das werde ich tun! Danke!

Markus Offline




Beiträge: 185

01.10.2009 20:38
#6 RE: Ein Maremmano als Hofhund? Zitat · antworten

Hallo,
ich kann das Rupp nur zustimmen, ich spreche aus eigener Erfahrung. Ein gut geprägter Welpe und bei Euch eine richtige Erziehung sollte schon klappen. Unsere Auri ist so wie Ihr sie gernhättet, nur bei uns hat sie ihre Aufgabe auf unser und 3 weitere Nachbargrundstücke aufzupassen auf die sie auch Zugang hat anstinsten ist sie immer und überall mit dabei.
Auch kann ich sagen das es zwischen einem Ungarn und einem Italiener keine Unterschiede gibt, mein erster HSH war ein Kuvasz danach ein Germanischer Bärenhund und jetzt eine Maremmano.

Manuela Offline



Beiträge: 516

01.10.2009 22:43
#7 RE: Ein Maremmano als Hofhund? Zitat · antworten

Hallo Elisa,
hier auch einige Antworten von mir zu dem Text von dir ...[rot]der starke Instinkt, die Herde zu bewachen, war nicht immer ganz angebracht: wenn andere Kinder zum Spielen hier waren, sahen unsere Hunde in harmlosen Rangeleien manchmal einen Angriff auf unsere Kinder. [/rot]

dasselbe kann dir auch bei unseren Hunden passieren ,vor allem wenn er sich eher sich selbst überlassen ist ,anstelle von täglichem Familienkontakt in nächster Nähe (da kommt dann besonders gut der Schutztrieb hervor,da er ja die Alltäglichen Sachen nicht dettairt mitbekommt)

[rot]Vielleicht lag es auch am Erbe des angriffslustigen Riesenschnauzers? [/rot]

das schreibst du zwei mal...find ich völligsten Quatsch !!!!!!!!! ich und meine Kinder sind mit 4 verschiedenen Riesenschnauzern groß geworden..
es gab NIE NIE NIE Zwischenfälle.Mit den Hunden konnten wir ALLES machen ,was heute bei unserem Micky nicht der Fall ist,er ist vom Charakter total anders und ich persönlich habe aus vielen Begebenheiten gelernt diese Rasse immer aufmerksam zu beobachten (da kann es näml auch schonmal ohne Vorwarnung schnell zur Sache gehen) wie du ja schon bei den anderen HSH bemerkt hast.

[rot]Bedingt durch das große Grundstück suchen wir einen guten Wachhund, der nicht ständig unnötig kläfft[/rot]

das kannste dir mal vonne Backe putzen..... da sorgt schon der Schutztrieb für Alarm zu schlagen ...der eine mehr ,der andere weniger !!!!!!!

[rot]Nach der "Grundschule" sollte er möglichst selbständig sein und einige Regeln verinnerlicht haben. [/rot]

wann hört denn bei dir die Grundschule auf ??? HSH sind in der Regel mit 3 Jahren soweit fertig das sie gefestigt sind (sagt man glaub ich ;o)falls nicht bitte -die anderen - Berichtigt mich )
also schonmal ne ziemlich lange Zeit und da spreche ich wahrscheinlich auch für andere Maremmano Besitzer die auch NACH DIESER ZEIT immer noch hart daran arbeiten das das Vetrauensverhältnis und die Rangfolge geklärt bleibt...

welche Rasse wäre denn noch ne Alternative für dich??außer Monsterbernadiner und Fleischfressende Schnauzer ;o)
Gruß
Manuela


Christa ( gelöscht )
Beiträge:

02.10.2009 08:56
#8 RE: Ein Maremmano als Hofhund? Zitat · antworten

Hu Hu Manuela

ich berichtige dich jetzt mal *grins*

Eine große Rasse ist mit vier Jahren vom Kopf her gefestigt.
Der Charakter formt sich bis dahin weiter aus, danach wird man nur noch beding ein Fehlverhalten ändern können.
Sagt die Wissenschaft, nicht ich .

Gruß Christa

Riesenschnauzer und den Berhardiner kenne ich nur lieb.

Elisa, ich weiß ja nicht welche schlechten Erfahrungen du im allgemeinen mit diesen Rassen gemacht hast, aber du hast von ihnen ein falsches Bild und tust diesen Rassen unrecht.

Gruß Christa

Manuela Offline



Beiträge: 516

02.10.2009 10:06
#9 RE: Ein Maremmano als Hofhund? Zitat · antworten

Hallo Christa,
Danke !!! dann war ich ja fast richtig und es ist sogar noch ein Jahr mehr*lach*

aber troz allem steckt ne Menge Arbeit in dieser Zeit und Rasse...

Mit den anderen Rassen geb ich dir Recht !!!der eine Hund ist halt so der andere so ---wie beim Menschen da gibt es ja auch Arschnasen
und welche die nett und gefestigt sind ;o)

Hallo Elisa,
wenn du doch Cain Terrier gezüchtet hast und mit Hunden groß geworden bist,hast du dann nie mal zwischendurch irgendwelche Dinge auffrischen müssen
oder waren diese Hunde in unterschiedlichen Altersabschnitten nicht anders ?
Sicher sind irgendwann die Grundbegriffe drin (Sitz,Platz,Fuß,oder sonstiges) aber troz allem muss man doch meist an dem Gesamtpaket arbeiten.

OBWOHL!!!

Wir hatten mal eine Schäferhündin,das war ein Traumhund !!!!! da war das absolut unnötig...
Sie ist nachdem sie das alles gelernt hatte und das Verhältnis zu uns geklärt war nie wirklich nie auf die Idee gekommen auszutesten wie weit sie gehen kann.Oder hat irgendetwas in Frage gestellt was wir gesagt oder gemacht haben.
Anders jetzt ;o) Maremmanos haben ihren eigenen Kopf und tuen auch gerne mal Dinge wo sie meinen ,das man nicht unbedingt die Zustimmung des Menschen brauchen..
LG
Manuela

Elisa ( gelöscht )
Beiträge:

02.10.2009 14:04
#10 RE: Ein Maremmano als Hofhund? Zitat · antworten

Hallo Manuela und Christa, ihr habt natürlich recht....vielleicht habe ich mich etwas falsch ausgedrückt. Ich zeige meinen Hunden schon ständig, wer der Chef ist, aber ich würde das nicht als aktive Arbeit bezeichnen. Meist reicht es, sie nur scharf anzusehen – lange.... - solange, bis sie zuerst wegsehen. Ich lass sie nicht einfach laufen und machen, was sie gerade wollen, sondern der gesamte Umgang ist ja auch ein Stück weit Erziehung. Die Hündin hat mehrfach getestet, ob ich würdig bin, zu "regieren"....aber wenn die Grundregeln stehen und man konsequent dabei bleibt, dann ist es eben nicht mehr dasselbe wie bei einem jungen Hund, der vieles noch nicht so ganz verinnerlicht hat.

Wenn erst einmal der Rang geklärt ist, geht alles andere schon viel leichter . Das ist doch bei den meisten Rudel- und Herden-Tieren so. Den Pferden z.B. muss man einfach in den Weg laufen, sie müssen schließlich mir aus dem Weg gehen, nicht umgekehrt. Kein ranghöheres Pferd käme jemals auf die Idee, einem rangniedrigeren auszuweichen, Höflichkeit ist bei Pferden und auch bei Hunden völlig unbekannt...... Also gehe ich konsequent meinen Weg und wenn da was im Weg steht, buff ich es mit dem Ellenbogen mal freundschaftlich in die Seite...meist ist das gar nicht nötig - So etwas festigt ganz nebenbei und völlig ohne "aktive Erziehung", den Rang - funktioniert übrigens auch bei Hunden, natürlich ohne buffen....Hunde buffen sich ja auch untereinander nicht – Pferde schon – jeder hat sozusagen seine Sprache.....

Die Cairnies sind übrigens viel schwieriger zu erziehen....Terrier eben: dickköpfig und stur ohne Ende....Zwang und Druck gehen voll nach hinten los, man kommt nur mit viel Motivation und noch viel mehr Lob weiter. Aber wenn sie den Sinn in etwas verstanden haben und einen als Rudelführer anerkennen, dann arbeiten sie freiwillig und sehr eifrig mit. Hier waren sie die Jäger für allerlei unerwünschtes Kleinvieh, Ratten, Mäuse etc...die Kaninchen haben wir erst nachdem die letzte Cairnie-Hündin an Diabetes starb, als Gnadenbrot-Senioren-Kaninchen aufgenommen - Cairnies und Kaninchen - das wäre einfach nicht gegangen, da stehen die Jagdhund-Gene dagegen, egal, welch hohen Rang man hat....

Wichtig ist, dass der Hund eine Aufgabe hat, sonst langweilt er sich und beschäftigt sich mit Dingen, die ihm so einfallen und das ist meist etwas, das nicht unbedingt unsere Zustimmung findet, oder? Die Cairnies haben die Nager aus dem Stall gehalten und die Kuvazs-Mischlinge haben auf ihre Herde, also auf uns, die Pferde, die Katzen und auch auf das Grundstück aufgepasst. Sie konnten z.B. ganz genau unterscheiden, welche Katze zu uns gehört und welche nicht. Genauso waren alle Menschen willkommen, die irgendwann einmal von uns hereingelassen und vorgestellt wurden. Jeder Handwerker hätte locker einbrechen können, denn er gehörte ja mit zur Herde und wurde fortan mitbeschützt. Nun wird mir ganz schlecht, wenn ich daran denke, dass ich hier irgendwann ohne Hund sein soll....ich möchte nur eben den richtigen Hund auswählen, denn nur dann werden alle glücklich damit.

Unsere beiden (und bitte bedenkt, wie hatten Wurfgeschwister = zwei Welpen - mit nicht nur dem doppeltem, sondern potenziertem Quatsch im Kopf!) waren mit 3-4 Jahren dann soweit, dass man sich auf sie verlassen konnte, sie gruben keine Beete mehr aus, jagten die Katzen nicht mehr, hörten auf, den Pferden in die Hacken zu kneifen, versuchten nicht mehr, vom Grundstück abzuhauen, um auf der Bundesstraße die Autos zu jagen..... jawohl, das alles hatten wir durch....Fortan passten sie auf ihre Herde auf und beschäftigten sich ansonsten nicht mehr mit allzu viel Quatsch....Das einzige Problem war, dass ich dem Rüden, nachdem er einmal zugebissen hatte, eben nicht mehr richtig traute....was hätte ich denn der Mutter eines gebissenen Kindes sagen sollen? Der beschützt nur seine Herde....? Kinder streiten nun einmal manchmal lautstark oder raufen sich und nichts davon ist ernst zu nehmen, aber wie schätzt der Hund das ein? Vorsichtshalber habe ich bei zwei bestimmten Kindern, wenn sie zu Besuch kamen, den Rüden eingesperrt.

Der Rüde ist jetzt ohne seine Schwester ein Traumhund - früher stand er immer irgendwie in ihrem Schatten - sie drängelte sich immer vor und er trottete ihr hinterher. Nun lebt er nach der ersten Trauer um seine Schwester förmlich auf, begleitet mich auf Schritt und Tritt - bin ich im Haus, liegt er vor der Terrassentür, fahre ich weg, liegt er an der Garage und wartet auf meine Rückkehr. Besucher begrüßt er freundlich, aber reserviert und wenn irgendetwas zu vermelden ist, meldet er es lautstark - aber eben nie grundlos...das würde ich kläffen nennen. Er jagt das Pony, das oft im Garten frei läuft und den Rasen mäht, vom Apfelbaum weg und kuschelt mit den Katzen. Er hat sogar gelernt, dass die Kaninchen nicht mit ihm spielen wollen und ignoriert sie jetzt. Am liebsten wär’s mir, er würde noch mindestens weitere 10 Jahre leben....

Also, ich glaube, ein HSH passt grundsätzlich schon hierher - solange es kein Kaukase ist. Ich habe mir noch Germanische Bärenhunde angeschaut...übrigens auch Kaukase drin, wer weiß - wie viel?

Markus, was kannst Du zu den Bären sagen? Sind sie eher so, wie ich die Kaukasen erlebte, dass da im Vorbeigehen mal eine Wade fehlt, oder doch eher wie Leonberger? Auf einer Gartenmesse lief mit mal ein GBH über den Weg – der war super und sein Besitzer war auch total begeistert von ihm. Die Beschreibung klingt im Netz ganz ideal, aber irgendwie scheint es Stunk unter den Züchtern zu geben....weiß auch nicht, was ich davon halten soll..... Deine Auri möchtest Du nicht zufällig abgeben? ;-) -Sie dürfte auch nicht nur auf unser Grundstück, sondern auch auf das Nachbargrundstück der Tierärztin aufpassen - insgesamt wären das 13.000 m², 4 Erwachsene, 6 Kinder, 5 Katzen, 6 Kaninchen und eine variierende Anzahl von Land- und Wasserschildkröten – meist so um die 60, meine Nachbarin betreibt eine Art Tierheim für Reptilien.....könnte das einem Maremmano als Herde reichen? Kinderliebe ist bei den insgesamt 6 Kindern, die meist als Gang zusammen unterwegs sind und weiteren, nicht wenigen Besuchskindern natürlich ein extrem wichtiger Aspekt.....

Da verstehe ich auch Rupp, der meint, ein älterer Hund aus dem Tierschutz könnte damit Schwierigkeiten haben....

Neben dem Germanischen Bärenhund habe ich habe mir auch noch Leonberger, Berner Sennenhunde und Hovawarts angeschaut und entdeckte schließlich den Landseer.....offenbar auch ein ganz toller Hund – könnte in unserem Teich schwimmen und die drei kleinen Nicht-Schwimmer-Nachbarskinder vorm Ertrinken bewahren.....Und während ich erst einmal bei den Tierheimen schaute, fand ich die Meremmano-Hündin im Berliner Tierheim und googelte, was das denn für eine Rasse ist, wobei ich wieder bei den HSH landete und damit in diesem Forum....

Ich hoffe, ich habe Euch mit meinem Roman nicht zu sehr die Zeit gestohlen! Ich versuche einfach, mir ein gutes Bild zu machen, denn ein Hund, der nicht hierher und zu uns passt, wird zwangsläufig unglücklich und wir mit ihm. Ich finde, unglückliche, unüberlegt angeschaffte Hunde gibt es wirklich schon mehr als genug und wir alle wollen doch lieber glückliche Hunde!

In diesem Sinne lieben Gruß

Doris Offline



Beiträge: 70

02.10.2009 18:14
#11 RE: Ein Maremmano als Hofhund? Zitat · antworten

Hallo Elisa,

ich kann Dir etwas zu den Hovawarten sagen, die Ihr Euch ja auch angeschaut habt. Ich hatte viele Jahre Hovawarte, 8 Jahre lang auch ein Paar. Der Name sagt schon: Hofwächter oder der Hovawart ist der Hund der Haus und Hof bewacht. Er braucht aber meiner Meinung nach unbedingt den Familienanschluss und sollte nicht nur draußen sein! Bei meinen Hovis ( hatte in den Jahren 4 ) war jeder anders, 3 waren sehr kinderfreundlich. Mein Sohn wurde geboren, als wir das Paar hatten und es gab keine Probleme, auch nicht mit Besuchskindern. Die haben wir viel, weil wir auf einem alten, einsamen Gehöft leben und die Kinder hier gern rumtoben.
Unser Eddy war auch Therapiehund. Unsere Bijou war da schon anders. Das zeigt genau das wieder, was die Anderen auch schon geschrieben haben - dass innerhalb einer Rasse nicht pauschaliert werden kann. Tessa hat eben mehr Territorialverhalten als Auri. Wir haben seit 4 Jahren auch einen Maremmano, als Welpen aus Italien mitgebracht. Meine gelernten Erziehungsmethoden von vielen Jahren Hundeplatz fruchteten nicht so richtig bei Neve. Ich lernte neu bei einer Huschu, die HSH kannten. Mit unheimlich viel Geduld und absoluter Konsequenz leben wir jetzt glücklich mit unserem Maremmano zusammen. Wir akzeptieren Eigenheiten dieser zur Selbstständigkeit gezüchteten Rasse.
Bei Eurer Konstellation mit Haus, Hof, Kindern, Besuch kann ich mich aber nur den Anderen anschließen, keinen Maremmano aus dem Tierheim zu nehmen. Wenn Maremmano, dann einen gut sozialisierten Welpen.

Liebe Grüße aus Meck-Pomm
Doris

Markus Offline




Beiträge: 185

02.10.2009 19:58
#12 RE: Ein Maremmano als Hofhund? Zitat · antworten

Hallo,
GBH ist eigentlich eine sehr ruhige Rasse zumindest war es unser, er war kein Hund der gebissen hat außer wenn Du seine Wahrnungen nicht ernst genommen hast. Ich stelle jetzt mal die behauptung auf ob Du ein Maremmano, Kuvasz, Neufundländer usw. nimmst, alle dieser Rassen sind je nach Erziehung Familienfreundlich oder werden zum Beisser. Wie schon von anderen hier erwähnt mußt Du bei einem HSH bei der Erziehung konsequent sein und Dein Erziehungsziel nie aus dem Auge verlieren.

Neeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee, unsere Auri gibt es nicht oder Du müßtest mich töten

 Sprung  
Xobor Ein Kostenloses Forum von Xobor.de
Einfach ein Forum erstellen