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Dieses Thema hat 8 Antworten
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 Allgemeines
snowylaydy ( gelöscht )
Beiträge:

16.03.2009 15:15
Maremmano ein Familienhund? Zitat · antworten

Hallo,
habe vor mir noch dieses Jahr einen Maremmanowelpen (Hündin) von einem Züchter zuzulegen. Ich habe eine 5-jährige Tochter. Jetzt frage ich mich, nachdem ich schon soviel gelesen habe, welche ERfahrungen ihr mit Maremmanen als Familienhung gemacht habt. Ich denke da hauptsächlich an meine Tochter und an Kinderbesuch. Würde mich über ERfahrungsberichte freuen!
Gruß
Mella

Blackbelly ( gelöscht )
Beiträge:

16.03.2009 17:48
#2 RE: Maremmano ein Familienhund? Zitat · antworten

Hallo Mella,
unser Antonio war 9 Wochen alt er zu uns kam, die Kinder waren gerade 5 u. 6 Jahre alt geworden. Als er klein war hat er sich nicht für die Kinder interessiert, das mag aber daher kommen da er ja nichts anderes als Schafe kannte. Wenn er jetzt die Kinder sieht dann freut er sich so sehr das er sie manchmal umschubst. Die Kinder wissen aber das sie die ersten paar minuten aufpassen müssen und nach 2 min. ist dann auch alles OK und er geht mit ihnen zusammen in den Sandkasten. Manchmal zankt er auch sagt meine Victoria, und macht ihre Burg kaputt. Er liebt es von den Kindern gebürstet zu werden, dann legt er sich ganz lang hin und genießt. Und unser Taschentuch Verbrauch ist extrem gesunken, Nase putzen erledigt er auch sehr gerne. Besucher Kinder empfängt er freudig, die Eltern werden aber erst geprüft.
LG Elke

irene Offline



Beiträge: 190

16.03.2009 21:48
#3 RE: Maremmano ein Familienhund? Zitat · antworten

Hallo Mella,
Wir haben eine15Monate alte Maremmanohündin(Tessa),die wir mit 8Wochen bekommen haben.Sie wurde in einer Familie geboren und war an Kinder gewöhnt.Sie ist innerhalb unserer Familie ein absoluter Traumhund der uns alle liebt, sie ist sehr verschmust und hört für einen Maremmano wirklich sehr gut.
AAAAAber,sie ist auch eine absolut scharfe Terretoriumswächterin die wirklich niemanden auf unser Grundstück oder gar ins Haus läßt.Und ich meine wirklich niemanden.Wir sind von Anfang an mit ihr zur Hundeschule gegangen und dort klappt auch alles prima,sie versteht sich sehr gut mit Hund und Mensch,nur darf mir niemand zu nahe kommen und die anderen Hunde dürfen nich zu mir betteln kommen,die werden dann ganz elegant mit dem Hinterteil weggekickt.Auch dürfen keine anderen Kinder mit unserem Enkel spielen sie läßt niemanden in unsere Nähe.Wenn ich mit ihr spazieren gehe und Bekannte treffe müssen die immer einen bestimmten Abstand einhalten,dann macht Tessa sitz und ich kann mit meinen Bekannten reden.Wir mußten einen 1,50-1.80m hohen Zaun um unser Grundstück machen damit sie nicht darüberspringt wenn sie eine fremde Katze sieht(unsere eigene ist kein Problem).Entspanntes Spazierengehen?Fehlanzeige!!!Ich komme mir immer vor wie ein Indianer auf der Pirsch,immer das Gelände abchecken ob nicht irgenwo ein Jogger oder Fahradfahrer auftaucht.Und wenn dann hoffen das ich ihn zuerst sehe.Spaziergänger die langsam gehen leben nicht gerade so gefärlich.
Ich habe Bekannte die auch einen Herdenschutzhund haben und deren Kinder noch im Teenageralter(wird Deine Tochter ja auch mal einer und Maremmanos werden ca.15jahre) sind,das heißt sie bringen öfter Freunde mit nach Hause und das ist ein großes Problem weil der Hund immer weggesperrt werden muß,und wehe es muß nachts mal einer zur Toilette!Da wird das ganze Haus wachgebellt.
Unsere Tessa Fängt jetzt neuerdings an unserem Enkel(3Jahre)auf Schritt und Tritt hinterherzurennen wenn er etwas zu Essen in der Hand hat,oder sie springt ihn an um zu spielen.Na ja,das ist vielleicht anders wenn man Kind und Hund immer zusammen hat.
Wenn man einen solchen Hund hat sollte man auf jeden Fall sehr konsequent und bestimment sein sonst hat man keine Chance.
Und da ich weder das eine noch das andere bin muß ich leider viel Geld für Hundetrainer und Hundeschule ausgeben.Dort lernt das obere Ende der Leine dann wie mann mit Hund umzugehen hat.Nicht immer leicht wenn Frau von Natur aus eher der weiche Typ ist.
Ich bin froh das wir Tessa erst jetzt bekommen haben(mit 48) und nicht als wir die Kinder noch klein hatten das wäre mir zu anstrengent gewesen.Und das Geld für Hundetrainer +Schule hätte ich auch lieber mit meinen Kindern ausgegeben.
Ach ja,vor einiger Zeit rief hier ein mir unbekannter Italiener an,er hatte unsere Adresse aus dem Forum,und wollte genau das selbe wissen wie Du jetzt.Er hatte zwei kleine Kinder und wollte einen Maremmano weil er selbst als Kind einen hatte.Ich hab ihm abgeraten,wußte aber genau das er nicht hören würde,und genauso war es auch.Er hatt sich einen Hund mitbringen lassen und anschließend zweimal pro Woche bei uns angerufen weil der Hund dieses und jenes falsch macht.Das anrufen war natürlich kein Problem weil wir sehr gerne über die Hunde reden und Erfahrungen austauschen.Aber auf einmal kam es dann wie es kommen mußte der Hund mußte ganz dringent weg,weil eins der Kinder eine ganz schlimme Hundeallergie entwickelt hat.Wo der arme Kerl gelandet ist weiß ich leider nicht.
So etwas finde ich nur sehr traurig und man sollte sich wirklich sehr gut überlegen bevor man sich einen solchen Hund anschafft.Es gibt mit absoluter Sicherheit leichter zu erziehende Hunde als Maremmanos.
So,Du Arme, ich hoffe ich konnte Dir ein bisschen bei Deiner Entscheidungssuche helfen,und habe Dich nicht zu sehr zugetextet.
Viele liebe Grüße Irene

Christa ( gelöscht )
Beiträge:

17.03.2009 08:26
#4 RE: Maremmano ein Familienhund? Zitat · antworten

hallo zusammen,

mein leo kam mit 9,5 monaten zu uns. probleme gab es schon, aber keine die wir nicht lösen konnten.
mein sohn war 15 als wir leo bekamen und wir hatten immer viele jugendlich zuhause auch heute noch, mit leo gab es kein problem.
besuch durfte sich frei im haus bewegen, nachts sogar durchs haus streifen oder über leo steigen. es gab natürlich zeiten wo er fremde nicht duldete, die wir mit viel gedult und üben gemeistert haben. kleine kinder liebt er und past auf das sie den garten nicht verlassen.
der sohn meines bruders (gerade 2 jahre) lief aus den garten in richtung straße, was machte leo, er kam zu mir und holte mich um meine neffen wieder in den garten zurück zuholen.
es kommt immer darauf an wie man mit dem hund umgeht, was ich von ihn verlange und wie ich es durchsetze.
wenn ich schreie oder hysterisch werde nimmt ein hund einen nicht für war, bin ich ruhig und suveränen erhalte ich seinen respekt und aufmerksamkeit.
es gibt hunde und andere hunde.
meiner ist ein lieber hund.

gruß christa

irene Offline



Beiträge: 190

17.03.2009 09:02
#5 RE: Maremmano ein Familienhund? Zitat · antworten

Hallo Christa,
das freut mich für Dich,und natürlich kommt es darauf an wie man mit dem Hund umgeht und was das schreien oder hysterisch werden angeht müsste mein Hund der liebste der Welt sein.Ich schreie nämlich nicht,was man von Kindern nicht immer behaupten kann.
Ich glaube natürlich das Du mit Hunden besser umgehen kannst als ich,weil Du als ausgebildete Hundetrainerin ein viel besseres Know how hast,aber das ist ja nicht bei jedem so.Und Du sagst ja selber man braucht viel Gedult und muß viel üben.Und wenn man ein so ursprüngliches Exemplar wie ich erwischt,gestaltet sich das als sehr zeitaufwendig,anstrengent und auch teuer(Hundeschule/Trainer)Ich bin der Meinung das man sich mit kleinen Kindern doch besser einen leichter zu erziehenden Hund aussuchen sollte(wegen der Zeit und den Nerven)Die gibt es ja zu genüge.Außerdem wissen wir auch nicht ob Snoylaydy überhaupt schon Hundeerfahrung hat.Wenn nicht würde ich ihr zu 100% abraten.
Viele liebe Grüße Irene

Rupp Offline




Beiträge: 536

17.03.2009 12:22
#6 RE: Maremmano ein Familienhund? Zitat · antworten

Hallo zusammen,

ob ein Maremmano für kleine Kinder geeignet ist, hängt von einigen Voraussetzungen ab, die von den Eltern bestimmt werden. Dies ist nicht von der Rasse abhängig, sondern gilt für alle Hunde.

1. Kindereignung hängt zunächst wesentlich von der Prägung beim Züchter ab. Wenn er dort in seinen ersten
Lebenswochen (Prägephase)viel und vielseitigen Kontakt mit Kindern hatte, dabei keine unangenehmen Erfahrungen
gemacht hat, wird es auch später kaum Probleme geben.
2. Eine weitere Voraussetzung ist, daß der Hund in seinem neuen Rudel Familie seinen Platz in der Rangfolge
nach den Kindern
vom Rudelführer nachdrücklich zugewiesen bekommt. Dazu gehört eine konsequente Erziehung,
damit der Hund lernt, was er darf und was nicht, auch im Umgang mit kleinen Kindern.
3. Natürlich müssen die Eltern auch den Kindern beibringen, wie sie mit dem Hund umgehen müssen, z.B. sein Schlaf-
und Ruhebedürfnis unbedingt zu respektieren.

Wenn die Eltern diese drei Voraussetzungen erfüllen, wird es keine Probleme mit Hund und kleinen Kindern geben, auch nicht mit einem Maremmano.
Dennoch gilt immer und für jeden Hund: kleine Kinden nie mit einem Hund allein in einem Raum lassen, auch nicht für kurze Zeit.

Viele Grüße
Rupp

Rupp Offline




Beiträge: 536

17.03.2009 14:38
#7 RE: Maremmano ein Familienhund? Zitat · antworten

Hallo Irene,
ich glaube nicht, daß Deine Empfehlung, von einem Maremmano-Welpen anzuraten, richtig ist. Du solltest nicht Deine eigenen Erfahrungen mit Tessa auf alle anderen Maremmani übertragen. Deine Probleme mit Tessa kommen hauptsächlich von Deinen Mängeln, Tessa konsequent und mit der erforderlichen Strenge, wenn nötig, zu erziehen zu können, wie Du selber schreibst.
Es ist einfach so, daß eine zu lasche Erziehung, sowohl bei Hunden als auch bei Kindern, irgendwann auf einen zurückschlägt. Ich weiß, daß es manchmal schwer ist, gegenüber den süßen Kleinen die erforderliche Strenge und Konsequenz anzuwenden, aber Hunde brauchen nun mal feste Regeln, an denen sie sich orientieren können.
Ein Maremmano ist ein Hund, wie andere auch, nur oft etwas sturer und eigenwilliger. Und was man in schlauen Hundebüchern über Hunde einer Rasse lesen kann, ist oft auch nicht richtig, weil innerhalb einer Rasse sehr unterschiedliche Charaktere existieren, die völlig unterschiedliches Verhalten zeigen können. Und weil Maremmani
aufgrund ihrer genetischen Prägung oft recht eigenwillig sind, brauchen sie besonders konsequente Erziehung,
damit sie keine ernsthaften Probleme machen.

Liebe Grüße
Rupp

Manuela Offline



Beiträge: 514

17.03.2009 23:53
#8 RE: Maremmano ein Familienhund? Zitat · antworten

Hallo Mella,
also ich habe 4 Kinder und einen Maremmanorüden (4Jahre)
Ich stimme Rupp zu das du wenn du dich für einen Hund entschliest (egal welche Rasse)konsequent sein musst...
Auf beiden Seiten!!!! der Hund der das Kind akzeptieren muss und das Kind was die Bedürfnisse des Hundes akzeptiert.

Ich habe das teils etwas schlurren lassen,sei es aus Zeitmangel oder inkonsequenz und mein Lehrgeld bezahlt.

Ich hatte speziell meinem Sohn (11 Jahre) nicht seine Schranken gegenüber dem Hund aufgezeigt , so das unser Hund diese Aufgabe übernommen hat und ihm gezeigt hat....HALT es reicht!!!!!! Jetzt sind die Regeln klar definiert,es hält sich jeder daran und wir haben keine Probleme mehr.

Besuch - egal welcher Art (außer die Patentante )ist durch meine Kinder 16,14,12,12 auch kein Problem,es geht hier oft wie auf dem Bahnhof zu und am Wochenende haben wir meist irgendeine Freundin oder Freund zum schlafen hier.Ich erkläre den fremden Kids allerdings immer den Umgang mit Micky,damit zwischen den fremden Kids und Hund keine Unstimmigkeiten auftreten (die finden ihn nämlich alle so süß und betuddeln ihn bis zum Erbrechen und dann hätten wir wieder genau das Problem was ich mit meinem Sohn hatte,nämlich das der Hund keine Ruhe bekommt und sich nirgendswohin zurück ziehen kann.
Ich denke aber auch ,das man auch mit einem Maremmano einen tollen Familienhund haben kann,wenn man einiges beachtet ,denn wie Rupp schon schreibt ..es sind auch nur Hunde ....aber ganz sture
lieben Gruß
Manuela




Doris Offline



Beiträge: 70

18.03.2009 21:58
#9 RE: Maremmano ein Familienhund? Zitat · antworten

Hallo zusammen,
also, ich habe einen 12jährigen Sohn und eine fast 4 jährige Maremmanohündin. Neve ist in der Familie ein toller Familienhund und wir hatten noch nie einen verschmusteren. Ich kann Rupp und Manuela voll zustimmen,auch meine Neve braucht feste Regeln und man muss immer konsequent sein (was natürlich manchmal schwerfällt). Mein Sohn hat von klein auf (als er geboren wurde, hatten wir 2Hovawarte) gelernt, das die Hunde ihre Rückzugsmöglichkeiten brauchen und ihre Körbe tabu sind. Da wir außerhalb des Dorfes wohnen, kommen die Freunde meines Sohnes oft am Wochenende zum Übernachten. Sie bekamen und bekommen alle von mir, bevor wir aus dem Auto steigen, Verhaltensmassregeln für das Zusammentreffen mit unserem Maremmano. Die meisten erkennt sie sofort und begrüßt sie nach kurzem Beschnuppern sehr freundlich. Nach kurzer Zeit im Haus gehören sie zur "Herde" und werden genau so "gehütet" wie wir. Auch ist der Besuch ja ein potentielles Opfer um Streicheleinheiten einzufordern.
Allerdings habe ich meinen Sohn früher nie allein mit unseren Hunden / Hund gelassen. Auch lasse ich kein Gastkind mit Neve allein, denn obwohl sie ein toller Familienhund ist, kann es doch mal brenzlige Situationen geben, dieman garnicht vorhersehen kann.
Jedenfalls würde ich mir wieder einen Maremmano in die Familie holen, denn gerade das sture, selbstständige an ihnen ist soooo faszinierend.
Liebe Grüße
Doris

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