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Dieses Thema hat 18 Antworten
und wurde 733 mal aufgerufen
 Erziehung
Seiten 1 | 2
Susanne ( gelöscht )
Beiträge:

15.06.2008 18:45
Bellen und anderes Zitat · antworten

Hallo,
heute hab ich auch mal ein paar Fragen und zwar geht es darum, dass unsere Pulcinella (7 Monate) manche Hunde anbellt, sich dabei ziemlich wild an der Leine gebärdet und nicht auf mein Verbot achtet, mein "Nein" wahrscheinlich noch nicht mal mehr wahrnimmt. Ich hab bisher noch nicht rausgekriegt, welche Situationen oder Hunde das bevorzugt auslösen. Es ist nicht so, dass sie dabei aggressiv tut, ich glaube es geht ihr vor allem darum dass sie spielen will, aber es nervt doch wenn auf der anderen Straßenseite ein Hund geht und sie die ganze Zeit bellend an der Leine hüpft.
Ein anderes Problem ist das an der Leine ziehen wenn vor oder hinter uns andere Leute sind. Bin ich allein mit ihr klappt das gut, mit kleineren Erinnerungstützen aber wenn meine Kinder ein Stück vorauslaufen oder hinter uns Spaziergänger, zieht die Gute nach vorne oder bleibt ständig stehen um sich umzugucken.
Wie kann ich auch außerhalb des Hauses mein "Nein" durchsetzen?


Claudia ( gelöscht )
Beiträge:

15.06.2008 22:13
#2 RE: Bellen und anderes Zitat · antworten

Hallo Susanne!

Ich kenne das auch von meinen Hunden. Ich denke, dass es meist ein Führugsproblem ist, warum unsere Hunde an der Leine überreagieren und sich nicht durch ein einfaches "Nein" zur Ruhe rufen lassen.
Kann es sein, dass du nervös reagierst, weil du schon damit rechnest, dass sie wieder terror machen wird?

Ich versuchte, mich möglichst ruhig und gelassen, aber bestimmt zu verhalten, Leine kurz(aber nicht gespannt, wenn möglich) und wenn der jeweilige Hund zickte, eine scharfe (aber nicht extra-laut / Hysterische) Zurechtweisung, und einfach Weitergehen, das Fehlverhalten möglichst ignorieren...

Ich kann es leider nicht besser erklären - aber bei meinen Hunden wirkt das immer. Ich bin z.B. heute wieder mit 3 Hunden am Zaun eines großen Hundes vorbeigegangen, der ständig gegen das Tor fährt und bellt. Früher haben sich meine immer aufgeregt, sprangen wie wild herum, zerrten an der Leine, Bellten und knurrten... Nicht lustig mir 3 Maremmani an der Leine! Heute nehme ich sie links und rechts bei Fuß, Leinen max. 40cm lang, sage ihnen fest und bestimmt, dass sie sich keine Blödheiten leisten sollen und marschiere einfach vorbei! Und das liegt nur daran, dass ICH jetzt anders mit ihnen und der Situation umgehe...

Vielleicht hilft dir das ein bißchen...
LG
Claudia

Susanne ( gelöscht )
Beiträge:

17.06.2008 19:27
#3 RE: Bellen und anderes Zitat · antworten

Hallo Claudia
danke für deine Antwort. Jaaaa, das kann schon sein, dass der Hund merkt dass ich nervös bin. Ich strahle dann
wahrscheinlich nicht die gleiche Autorität aus wie sonst und das merkt sie wohl.
Je mehr der Hund dann rumzickt desto unsicherer werde ich auch, vor allem muss ich mir wohl ein dickeres Fell zulegen gegen die Blicke oder Sprüche der Leute.
Die Konfrontation mit anderen Hunden zu meiden bringt auch nichts, obwohl es die Sache vereinfachen würde,
denn dann kann man solche Situationen ja nicht üben. An manchen Tagen ist's als hätte unser Hund Watte in den Ohren und nur Rebellion im Sinn, dann klappt alles wieder wie am Schnürchen, das muss wohl das "Alter" sein.
Auf jeden Fall werd ich mal versuchen deinen Rat zu beherzigen und ruhiger zu bleiben.
Liebe grüße, susanne

Rupp Offline




Beiträge: 536

17.06.2008 20:16
#4 RE: Bellen und anderes Zitat · antworten
Hallo Susanne,
bedenke bitte, daß Dein Hund mit 7 Monaten noch nicht fertig, d.h. nicht fertig von Dir erzogen ist. Ich denke, Du solltest etwas mehr Geduld haben. Da Hunde nur durch Erfahrung lernen, muß man die Erfahrungen eben häufig wiederholen. In dem Alter klappt eben noch nicht alles 100%ig. Bei konsequenter Erziehung steigt die Erfolgsquote ständig, bis sie ein individuell zufriedenstellendes Maß erreicht hat. 100% gibt's nicht.
Es gibt immer mal wieder Situationen, wo es nicht funktioniert, weil wir etwas nicht oder nicht richtig oder nicht rechtzeitig gemacht haben.

Ich bin nicht davon überzeugt, daß ein Hund sich so stark nach der Stimmung seines Hundeführers richtet, z.B. wenn dieser aufgeregt ist, der Hund nicht gehorcht. Ich halte dies für eine entschuldigende Ausrede von Hundebesitzern. Ebenso wie die Ausrede von Hitze oder Regen oder sonst was. Allerdings verhält sich ein aufgeregter Hundeführer möglicherweise nicht folgerichtig, sodaß zwangsläufig das Ergebnis (Hundeverhalten)nicht zufriedenstellend ist. Das hat jedoch nichts mit Spüren (durch den Hund)von Stimmungen (des Hundeführers)zu tun.

Allerdings bin ich der Meinung, daß Hunde Verbote (z.B. NEIN) unbedingt befolgen müssen,wenn sie unangeleint rumlaufen, egal in welcher Situation. Sonst sind sie nicht kontrollierbar. Verbote sollte man deshalb immer konsequent durchsetzen, egal wie oder wie lange es dauert. Wenn mein Hund irgentwo hin laufen will und ich dies verbiete (NEIN), muß er dies spätestens beim 2.NEIN befolgen. Meist nehme ich keine Wiederholung, sondern sage:"Was habe ich gesagt?" und meine Hunde wissen aus Erfahrung, daß sie dann besser das machen, was ich gesagt habe. Sonst droht eine unangenehme Maßnahme meinerseits (z.B. fliegende Leine).
Anders ist die Situation beim Heranrufen des Hundes. Hier muß man solange agieren, bis der Hund dicht bei einem angekommen ist, sodaß man ihn z.B. anleinen kann. Hat der Hund ein Kommando zum Heranrufen gelernt, muß man auf dem Befolgen des Kommandos bestehen, egal wie lange es dauert. Das geht z.B.mit Wiederholungen des Kommandos, auch mit Verboten (NEIN) gefolgt vom Kommando (z.B. HIER), wenn der Hund sich nicht auf das Kommando hin in Bewegung setzt oder die Richtung nicht stimmt. Also wenn der Hund etwas anderes oder nichts macht, wenn man ein
Kommando gibt, macht man ihm mit dem Verbot (z.B.NEIN)klar, das sein Verhalten falsch (verboten) ist und motiviert ihn (möglichwerweise) durch die Wiederholung des Kommandos zum Befolgen.

Ich denke, man sollte dem Hund immer sagen (NEIN), wenn er etwas falsch macht und danach zum Richtigen auffordern. Das ist auch bei mehreren Hunden vorteilhaft. Soll mein Hund sitzen und legt sich stattdessen hin, sage ich NEIN und wiederhole SITZ (vokalbetont,um eine Verwechselung mit Platz zu vermeiden, weil beides nicht deutlich gesprochen, für den Hund zum Verwechseln ähnlich klingt.

Ich wünsch Euch viel Erfolg und Freude aneinander.

Liebe Grüße
Rupp
Claudia ( gelöscht )
Beiträge:

17.06.2008 21:13
#5 RE: Bellen und anderes Zitat · antworten

In Antwort auf:
Ich bin nicht davon überzeugt, daß ein Hund sich so stark nach der Stimmung seines Hundeführers richtet, z.B. wenn dieser aufgeregt ist, der Hund nicht gehorcht. Ich halte dies für eine entschuldigende Ausrede von Hundebesitzern. Ebenso wie die Ausrede von Hitze oder Regen oder sonst was. Allerdings verhält sich ein aufgeregter Hundeführer möglicherweise nicht folgerichtig, sodaß zwangsläufig das Ergebnis (Hundeverhalten)nicht zufriedenstellend ist. Das hat jedoch nichts mit Spüren (durch den Hund)von Stimmungen (des Hundeführers)zu tun.


Hallo Rupp!

Vielleicht habe ich mich ein bißchen falsch ausgedrückt...
Es ist nicht die Stimmung, um die es mir ging sondern die Tatsache, dass sich der Mensch einfach anders verhält, als er das normalerweise tun würde/tut. Es ist nicht so, dass der Hund nicht gehorcht, weil der Halter aufgeregt ist! Er gehorcht nicht, weil der Grundgehorsam nicht stimmt. Aber wenn der Halter sich aufregt, z.B. die Leine kurz nimmt und anspannt, seine Körperhaltung verändert, zögert usw., dann sind das Signale, die er an seinen Hund aussendet. Und das soll sich nicht auf das Verhalten des Hundes auswirken? Das MUSS sich auch auf den Hund auswirken, schließlich kommunizieren Hunde hauptsächlich über Körpersprache und lesen unsere daher...

Keine Frage: Es ist eine Sache des Gehorsams, aber gehorsam hat mit Respekt und Vertrauen zu tun - was wiederum mit unserer Körpersprache zu tun hat...

LG
Claudia

Rupp Offline




Beiträge: 536

17.06.2008 21:43
#6 RE: Bellen und anderes Zitat · antworten

Hallo Claudia,
ich bin nicht ganz Deiner Meinung.

wenn der Halter sich aufregt, z.B. die Leine kurz nimmt und anspannt, seine Körperhaltung verändert, zögert usw., dann sind das Signale, die er an seinen Hund aussendet
Das ist richtig, nur Deine Schlußfolgerung der Wirkung auf den Hund nicht unbedingt. Wenn man z.B. einem Erzfeind begegnet, die Hundeführerin aufgeregt ist und sich so verhält, wie oben kursiv beschrieben, merkt der auf den Erzfeind fixierte Hund nichts davon, höchstens das Spannen der Leine, die aber keine Wirkung auf das Verhalten des Hundes hat. Von der Veränderung der Körperhaltung z.B. bekommt der Hund gar nichts mit.

Abgesehen davon findet nicht ständig eine Kommunikation über Körpersprache zwischen Hund und Halter statt. DAs ist vielleicht bei einem deutschen Schäferhund auf dem Übungsplatz so, bei allen meinen Maremmani jedenfalls nicht. Wenn ich mit einem unserer Hunde an der Leine auf dem Hundeplatz z.B. einen Winkel gegangen bin, sind meine Hunde fast immer geradeaus weitergelaufen,weil sie nicht auf mich, sondern auf anderes geachtet haben. Erst wenn die Leine sich straffte, haben sie den Richtungswechsel bemerkt und befolgt.
Wenn wir draußen rumlaufen, ist dies ähnlich.
Was ich damit sagen will ist, daß man typisches Verhalten in bestimmten Situationen nicht verallgemeinern kann.

Liebe Grüße
Rupp

Claudia ( gelöscht )
Beiträge:

17.06.2008 22:35
#7 RE: Bellen und anderes Zitat · antworten

OK... das ist deine Meinung...

In Antwort auf:
Wenn man z.B. einem Erzfeind begegnet, die Hundeführerin aufgeregt ist und sich so verhält, wie oben kursiv beschrieben, merkt der auf den Erzfeind fixierte Hund nichts davon, höchstens das Spannen der Leine, die aber keine Wirkung auf das Verhalten des Hundes hat. Von der Veränderung der Körperhaltung z.B. bekommt der Hund gar nichts mit.


Kann schon sein - Meine Hunde sind jedenfalls nicht so abgelenkt, dass sie es nicht merken...

In Antwort auf:
Abgesehen davon findet nicht ständig eine Kommunikation über Körpersprache zwischen Hund und Halter statt. DAs ist vielleicht bei einem deutschen Schäferhund auf dem Übungsplatz so, bei allen meinen Maremmani jedenfalls nicht.


Für mich bleibt Hund Hund, egal, welche Rasse - und die Kommunikation ist die selbe... Wenn das bei deinen Hunden anders ist, dann ist es eben so.

In Antwort auf:
Wenn ich mit einem unserer Hunde an der Leine auf dem Hundeplatz z.B. einen Winkel gegangen bin, sind meine Hunde fast immer geradeaus weitergelaufen,weil sie nicht auf mich, sondern auf anderes geachtet haben. Erst wenn die Leine sich straffte, haben sie den Richtungswechsel bemerkt und befolgt.


Also ich trainiere meine Hunde auf mich zu achten, nicht auf einen Leinenimpuls... Das verlange ich ihnen ab, auch, wenn es Maremmani sind... nicht nur vom DSH

In Antwort auf:
Wenn wir draußen rumlaufen, ist dies ähnlich.


siehe oben... ich mache eingentlich keinen Unterschied zwischen Hundeplatz und Spaziergang... wenn ich "Fuß" sage, dann muss es "Fuß" sein, egal, wo...


LG
Claudia

Suzy2 Offline



Beiträge: 31

18.06.2008 01:12
#8 RE: Bellen und anderes Zitat · antworten

Hallo Claudia, Rupp,
ich glaube, dass Koerpersprache extrem wichtig im Umgang mit Hunden ist. Jedenfalls mit meinen. Alle drei Grossen reagieren sehr empfindsam auf meine Stimmung (und die drueckt sich in Koerpersprache aus). Ich war ein wenig kraenklich fuer ne Weile und alle meine behaarten Tiere haben das gemerkt und darauf reagiert (incl. Ziegen und Pferde), Puck hat das wenig extrem ausgelebt, er wollte niemanden auch nur in meine Naehe lassen (und wir hatten eine ernsthafte Auseinandersetzung darueber, dass auch wenn ich ein wenig schwaechlich bin, ich immer noch das sagen habe und nicht er).

Viele Gruesse
jutta

Claudia ( gelöscht )
Beiträge:

18.06.2008 07:29
#9 RE: Bellen und anderes Zitat · antworten

*Lach!*

Jutta, das kenne ich auch! Das ist sogar ein wirklich gutes Beispiel, WIE aufmerksam unsere Hund uns beobachten...

LG um den Erdball,
Claudia

Rupp Offline




Beiträge: 536

18.06.2008 12:23
#10 RE: Bellen und anderes Zitat · antworten
Hallo Claudia, hallo Jutta,

also meine Hunde reagieren kaum auf meine Stimmung, sondern verhalten sich eigentlich immer gleich. Allerdings bin ich auch selten unterschiedlicher Stimmung. Auch wenn ich mal stark erkältet war und kaum Stimme hatte, haben meine Hunde ihr Verhalten mir gegenüber nicht geändert, vielleich weil sich bei meinem Verhalten außer der Stimme auch nichts geändert hat.
Allerdings bezieht Antonella mein gelegentliches Schimpfen mit Luna wegen ständigen Trödelns manchmal auch auf sich und schaut mich fragend an, worauf ich ihr freundlich versichere, daß sie nicht gemeint ist und dann läuft sie entspannt weiter. Vielleicht liegt es auch daran, daß die Rangfolge bei uns niemals infrage gestellt wurde und zwischen meinen Hunden und mir ein gutes Vertrauensverhältnis besteht und ich selbst bei Fehlverhalten meiner Hunde fast immer gelassen reagiere. Ich kommuniziere fast nur verbal mit meinen Hunden und nicht mit Körpersprache, weil ich auch dann den Kontakt zu meinen Hunden nicht verlieren möchte, wenn sie mich nicht anschauen. Ich verwende allerdings auch Mimik und Gestik zur Kommunikation. Selbst unsere Hunde haben viele verschiedene Laute, die sie zur Kommunikation mit uns und mit anderen Hunden benutzen. Sie kommunizieren allerdings hauptsächlich durch Körpersprache, was normal ist.

Liebe Grüße
Rupp
Manuela Offline



Beiträge: 523

19.06.2008 00:53
#11 RE: Bellen und anderes Zitat · antworten

Hallo Rupp ,
merkt der auf den Erzfeind fixierte Hund nichts davon,Von der Veränderung der Körperhaltung z.B. bekommt der Hund gar nichts mit.

Da gebe ich dir Recht,denn sonst hätten wir hier im Forum nicht so oft das Thema das unsere Hunde (vielleicht nicht bei allen ) nicht jedesmal auf Komandos unsererseits sofort reagieren.(Wie z.B bellen oder zerren und hüpfen an der Leine wenn andere Hunde den Weg kreuzen oder bei Freilauf nicht sofort kommen wenn man ruft oder sich durch Körpersprache bemerkbar macht.)Sondern die würden alle super hören und auf alle Zeichen und verbale Anweisungen kommen.
Ich denke das speziell unsere Hunde extrem auf das Umfeld fixiert sind und unsere Körpersprache oder auch die Komandos in bestimmten Situationen garnicht wahrgenommen werden,was ja auch laut Literatur Rassetypisch nicht wirklich sinnvoll ist ,da es ja von der eigentlichen Aufgabe ---- das bewachen ---- ablenken würde...

Hallo Claudia,zu deinem Satz, das jede Rasse gleich ist,bin ich nicht deiner Meinung.
Das sie alle erzogen werden müssen KLAR, aber es ist ein Unterschied ob du eben einen DSH,Schnautzer,Goldie oder oder oder hast.Ich habe schonmal in einem Beitrag von mir geschrieben ,das mein Vater --- wir hatten immer Gebrauchshunde -- meinen Micky nicht behalten hätte,sondern in nach kürzester Zeit abgegeben hätte , da er seiner Meinung nach absolut keinen Gehorsam hatte
Er hatte 40 Jahre nur Hunde die absoluten Gehorsam hatten und ihn nicht eine Minute aus den Augen ließen (das was Rupp mit dem Hundeplatz meinte )und dieses HSH Verhalten überhaupt nicht kannte.
Die Frage ist halt ,,was will jeder einzelne von seinem Hund..
Was jedenfalls bei mir eingetreten ist seitdem wir einen HSH haben ist , das ich in vielen Dingen mit Hund gelassener geworden bin.
lG
Manuela

Suzy2 Offline



Beiträge: 31

19.06.2008 01:13
#12 RE: Bellen und anderes Zitat · antworten

Hallo Rupp, Claudia,
das kann schon gut sein, dass es daran liegt, wie wir die Kommandos geben. Ich benutze einen Haufen Koerpersprache, wenn wir z.B. Besucher am Tor habe. Ich kann ja schlecht meinen Hunden sagen, dass sie weiterbellen sollen - aber ich kann es ihnen zeigen. Oder ich gehe Z.B. nahe an den Zaun, wenn ich mit Leuten reden will, sie sind dann relativ entspannt, bleibe ich aber einen Meter vom Zaun entfernt stehen, wissen meine Guten, dass ich keinerlei Absichten habe, den Besucher durchs Tor zu lassen, ich winke die zwei dann zu mir und sie sitzen still links, rechts von mir. Wenn ich will, dass sie weiterbellen, mache ich keine Gesten in ihre Richtung, sondern laechle sie hoechstens aufmunternd an.
Wenn ich jemanden durchs Tor lasse, sage ich es ist okay zu Suzy und halte Puck am Halsband, na und einmal hat er mir dann fast den Arm ausgerissen, weil er auf den Mann zuspringen wollte, als der zu nah an mir vorbei gehen wollte. (Das war das einzige und erste Mal und ich hab ihn ziemlich angegiftet, er war dann ganz bedroeppelt).
Wenn ich mit allen Hunden gehe, sage ich immer erst den Namen und dann das Kommando oder den Kommentar (gut, nein, lass dass etc), die Hunde haben alle schnell gelernt, zu merken wann sie gemeint sind und wann nicht. (Na, und wenn ich will, das alle zu mir kommen, muss ich halt ein bisschen mehr als ein Wort rufen).

Noch was zu Stimmung, falls ich mal, was durchaus vorkommen kann, so richtig miese Laune habe, gehen mir alle Vierfuessler (weil die sind klueger als Zweifuessler) aus dem Weg.

So long
jutta


brigitte ( gelöscht )
Beiträge:

19.06.2008 08:27
#13 RE: Bellen und anderes Zitat · antworten

In Antwort auf:
Ich denke das speziell unsere Hunde extrem auf das Umfeld fixiert sind und unsere Körpersprache oder auch die Komandos in bestimmten Situationen garnicht wahrgenommen werden,was ja auch laut Literatur Rassetypisch nicht wirklich sinnvoll ist ,da es ja von der eigentlichen Aufgabe ---- das bewachen ---- ablenken würde...




meine hunde wissen nicht dass sie HsH sind, und ich sags ihnen nicht



Claudia ( gelöscht )
Beiträge:

19.06.2008 15:08
#14 RE: Bellen und anderes Zitat · antworten

Liebe Manuela

In Antwort auf:
Da gebe ich dir Recht,denn sonst hätten wir hier im Forum nicht so oft das Thema das unsere Hunde (vielleicht nicht bei allen ) nicht jedesmal auf Komandos unsererseits sofort reagieren.(Wie z.B bellen oder zerren und hüpfen an der Leine wenn andere Hunde den Weg kreuzen oder bei Freilauf nicht sofort kommen wenn man ruft oder sich durch Körpersprache bemerkbar macht.)Sondern die würden alle super hören und auf alle Zeichen und verbale Anweisungen kommen.


Öhhmm... Ich denke, das sind zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe... Nicht jedes Mal oder nicht sofort auf ein Kommando zu hören mag unsren Hunden/Rassen ja eigen sein, weil sie einfach vom Grundcharakter her dazu gezüchtet wurden, selbst zu entscheiden und keine reinen Befehlsempfänger zu sein. Unerwünschtes Bellen, Zerren und Hüpfen an der Leine allerdings hat damit nix zu tun - ist einfach mangelnder Gehorsam - und einen gewissen Grundgehorsam verlange ich (wie erwähnt) jedem Hund ab. Ganz abgesehen davon ging es ja um die Körpersprache - und auch, wenn mein Hund gerade z.B. seinen Erzfeind fixiert, dann reagiert er vielleicht im ersten Moment nicht auf mich, nimmt mich aber war...

In Antwort auf:
Hallo Claudia,zu deinem Satz, das jede Rasse gleich ist,bin ich nicht deiner Meinung.
Das sie alle erzogen werden müssen KLAR, aber es ist ein Unterschied ob du eben einen DSH,Schnautzer,Goldie oder oder oder hast.Ich habe schonmal in einem Beitrag von mir geschrieben ,das mein Vater --- wir hatten immer Gebrauchshunde -- meinen Micky nicht behalten hätte,sondern in nach kürzester Zeit abgegeben hätte , da er seiner Meinung nach absolut keinen Gehorsam hatte
Er hatte 40 Jahre nur Hunde die absoluten Gehorsam hatten und ihn nicht eine Minute aus den Augen ließen (das was Rupp mit dem Hundeplatz meinte )und dieses HSH Verhalten überhaupt nicht kannte.



Natürlich ist das ein Unterschied - die diversen Rassen wurden ja auch gezielt für bestimmte Zwecke, für bestimmte Charaktereigenschaften selektiert. Ich sagte auch nicht, dass ich mit einem HSH versuchen würde, hohe Unterordnung zu laufen - das wird nicht funktionieren. Aber es ist nunmal "auch nur" ein Hund - und d.h. für mich, dass sie genauso kommunizieren wie "andere" Hunde und auch (oder besonders sogar) ganz klare Leitlinien und regeln im Zusammenleben beachten müssen. Ich verlange nunmal, wenn ich "Sitz" sage, dass mein Hund (sofern er das auch richtig gelernt hat) sich hinsetzt. Und da ist es mir wurscht, welche Rasse das ist und es ist mir völlig egal, ob da drüben grade eine Maus läuft oder nicht!

In Antwort auf:
Die Frage ist halt ,,was will jeder einzelne von seinem Hund..



Ich will in Ruhe harmonisch mit meinen Hunden zusammenleben - das ist es im Grund auch schon gewesen. Wollte ich einen Sporthund, mit dem ich am Hundeplatz wirklich was erreichen kann, dann hätte ich keine Maremmani.
Und zu einem harmonischen Zusammenleben gehört nunmal, dass sie die Hunde an meine regeln halten und sich in der Öffentlichkeit einigermassen benehmen können. Und beim Spaziergang auszuflippen, sich bellend, zerrend und hüpfend aufzuführen, wenn einem ein anderer Hund begegnet, dass ich für mich inakzeptabel...

LG
Claudia

Rupp Offline




Beiträge: 536

20.06.2008 08:57
#15 RE: Bellen und anderes Zitat · antworten

In Antwort auf:
- - - - dass sich die Hunde an meine Regeln halten und sich in der Öffentlichkeit einigermassen benehmen. Und beim Spaziergang auszuflippen, sich bellend, zerrend und hüpfend aufzuführen, wenn einem ein anderer Hund begegnet, dass ich für mich inakzeptabel...


Genauso sehe ich das auch.

Liebe Grüße
Rupp

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